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Norddeutsche Neueste Nachrichten

28. September 2016 | 03:44 Uhr

Feuer im Ferienressort Linstow : Verdacht der Brandstiftung

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Feuer im Van der Valk Ferienressort Linstow: Gutachter schließen technischen Defekt als Brandursache aus

Nach dem Feuer im Van der Valk Ferienressort in Linstow ermittelt die Polizei in diesem Fall jetzt wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung. Wie die Polizeiinspektion Güstrow gestern mitteilte, habe ein Gutachter einen technischen Defekt erst einmal als Brandursache ausschließen können. Laut den Experten brach das Feuer aber im Bereich des mit Reet gedeckten Daches aus. Wie dies in Brand geraten sei – ob auf fahrlässige oder vorsätzliche Weise – sei aber immer noch unklar. Die Ermittlungen dauern weiter an. Der Bungalow wurde durch das Feuer komplett zerstört.

Donnerstagnacht gegen 2.25 Uhr stand das etwa 120 Quadratmeter große reetgedeckte Ferienhaus in Flammen, das zu diesem Zeitpunkt von sieben Mädchen aus Eschborn im Main-Taunus-Kreis in Hessen bewohnt wurde. Sie befanden sich auf Klassenfahrt in dem Ferienpark. Die Schülerinnen blieben unverletzt, da sie das Haus noch rechtzeitig verlassen konnten. Ein Sicherheitsbeamter von Mecklenburg-Vorpommerns größtem Urlaubsressort hatte das Feuer im Dachgeschoss rechtzeitig entdeckt und konnte die Zehntklässlerinnen wecken. Ein Großaufgebot der Feuerwehr löschte das Feuer bis zu, Morgen und konnte zudem ein Übergreifen der Flammen auf zwei benachbarte ebenfalls mit Schilf gedeckte Häuser gerade noch verhindern. Deren Bewohner wurden ebenfalls vorsorglich evakuiert. Der Schaden, den das Feuer verursacht hat, wird auf mehr als 200 000 Euro geschätzt.

In dem Van der Valk Ressort stehen mehrere Hundert dieser reetgedeckten Häuser. Aufgrund der Brandgefahr wurden einige in besonders großem Abstand zu den übrigen Bungalows errichtet. Außerdem besteht in den Ferienhäusern laut Angaben des Betreibers ein generelles Rauchverbot.

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