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Norddeutsche Neueste Nachrichten

03. Dezember 2016 | 18:37 Uhr

Rostock : Uni weiht Palliativstation ein

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Nach Umzug: Anzahl der Betten fast verdoppelt. Nachfrage steigt stetig. Klinikum bildet Spezialkräfte aus.

Nach umfangreichen Bauarbeiten seit April hat das Universitätsklinikum gestern seine neue Station für Palliativmedizin in der ehemaligen Abteilung für Pädiatrie wiedereröffnet. Der Grund für den Umzug: Die alten Räume waren zu klein geworden. „Wir hatten vorher nur acht Betten, die immer voll waren“, sagt Prof. Christian Junghanß, Direktor der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin bei der internen Feier. Es habe lange Wartelisten gegeben.

Durch die größere Station mit 14 Betten könne die Klinik jetzt fast doppelt so viele Patienten aufnehmen: „Auch solche, deren Krankheitsbild noch nicht so ausgeprägt und akut ist“, sagt Junghanß. Die könnten jetzt in Einzelzimmern mit Balkon untergebracht werden. Auch „das Wohnzimmer“ sei wesentlich größer und heller geworden. Dass die Nachfrage nach den Plätzen auf der Station stets steigt, liege zum einen daran, dass immer mehr Patienten an schweren, langsam voranschreitenden Krankheiten wie Krebs oder Diabetes leiden. Zudem aber auch daran, dass die Menschen immer älter werden und gerade viele Senioren keinen Verwandten in der Nähe hätten, die sie auf ihrem Weg begleiten könnten. Denn das ist die wichtigste Aufgabe der Ärzte und Schwestern auf der Palliativstation: „Hier stehen Gespräche und Beistand mehr im Vordergrund als zum Beispiel Laborwerte“, sagt Prof. Junghanß. „Wir wollen den Patienten einfach eine gute Lebensqualität schaffen“, pflichtet Stationsleitung Carolin Schneider bei. Ohne eine gewisse Empathie könne die Arbeit auf der interdisziplinären Palliativstation allerdings nicht ablaufen. Das merken auch die jungen Schwestern, die sich für die spezialisierte Ausbildung in der Uniklinik entscheiden. „Es kann aber auch sehr erfüllend sein, Patienten und deren Angehörige zu begleiten. Es ist ja kein spontaner, traumatisierenden Tod, sondern eher ein friedlicher Umgang mit ihm“, sagt Prof. Christian Junghanß.

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erstellt am 01.Dez.2016 | 12:00 Uhr

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