zur Navigation springen

Norddeutsche Neueste Nachrichten

03. Dezember 2016 | 10:35 Uhr

Rostock : Ulmicum: „Es geht jetzt los“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Finanzminister spricht von 90 Millionen für neuen Großcampus mit Bibliothek. Philosophische Fakultät wird konzentriert

„Es geht jetzt wirklich los“, sagt Finanzminister Mathias Brodkorb (SPD). Das sei die Botschaft für die Studenten und überhaupt alle Rostocker. Das Ulmicum, der neue Großcampus der Universität, sei auf dem Weg. Das Planungsbüro steht – Bastmann und Zavracky. Sie haben einen Entwurf vorgelegt, der Zuspruch bei Minister, Uni-Rektor Wolfgang Schareck und dem Landesbetrieb für Bau und Liegenschaften (BBL) als Bauherr erfahren hat.

Ein Neubau soll sich in der Gewettstraße wie eine Art Regal an das zu sanierende Haus 3 legen, erklärt Architekt Stephan Bastmann. „Der Neubau soll sich in Präsenz, Maßstab und Dimension unterordnen.“ Im denkmalgeschützten Haus müssen kleine Räume geschaffen werden, wo noch die Großstruktur der alten Kaserne, die das Haus einst war, vorherrscht. Dabei soll wenig in die tragende Substanz eingegriffen werden. Am 8. Dezember stimmt Bastmann sich mit Prof. Dr. Sven Bruhn ab, dem Dekan der Philosophischen Fakultät. Diese soll Hauptnutzer werden.

Mit dem Ulmicum werde eine langjährige Vision war, sagt der Uni-Rektor. „Es ist das Gesamtkonzept der Uni, sich auf vier Campi zu konzentrieren.“ Auf dem Ulmencampus sollen Juristische, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche sowie Philosophische Fakultät zusammenkommen – rund 5000 Studenten. „Bisher sind die Institute der Philosophischen Fakultät sehr verstreut“, sagt Bruhn. Primärsitz ist der Mehrgeschosser in der August-Bebel-Straße, aber es gibt Außenstandorte wie Lichtenhagen für die Grundschulpädagogik.

Im Herbst 2017 soll die genehmigte Planung für den Bau vorliegen, die Ausschreibungen 2018, der Bau Anfang 2019 beginnen. Bis 2025 soll das gesamte Ulmicum Realität sein. Kostenpunkt: rund 90 Millionen Euro. Denn zum 18,4 Millionen schweren Neubau muss infrastrukturell angepasst werden und soll eine rund 40 Millionen Euro teure Bibliothek an der S-Bahn-Linie entstehen, sagt der BBL-Chef Heinz-Gerd Hufen. „Einige alte Gebäude werden bleiben.“ Die Planungen seien abhängig von der Kapazität, die die Erweiterung von Haus 3 bringt. Eine weitere Ergänzung zum Ulmicum: eine Mensa. Die wird das Studentenwerk bauen und dafür die alte Orthopädie abreißen. Dazu sollen Studentenwohnungen entstehen. „Das wird noch weitere städtebauliche Auswirkungen für Rostock haben“, sagt Minister Brodkorb. Der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen erwäge, die zentrale Stelle für MV im Bebel-Tower einzurichten. Dann würde der bisherige Standort in Waldeck, Haus 1, frei. Das würde der BBL für die Polizei erwerben wollen.
 

zur Startseite

von
erstellt am 19.Nov.2016 | 09:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen