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Norddeutsche Neueste Nachrichten

08. Dezember 2016 | 08:51 Uhr

Warnemünde : Turmleuchten wird volljährig

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Programm und Sicherheitskonzept für das 18. Warnemünder Neujahrsspektakel stehen. Motto lautet „Sehnsucht“

Das Neujahrsspektakel Warnemünder Turmleuchten am 1. Januar 2017 wird volljährig. „Es findet zum 18. Mal statt, diesem Alter fiebern junge Leute entgegen“, erzählt Martina Hildebrandt, Geschäftsführerin von Hanse Event. „Das Motto heißt ,Sehnsucht‘“, ergänzt Regisseur und Produzent Torsten Sitte. „Es gibt viele Gründe für dieses Gefühl“, sagt er. „Man verspürt Sehnsucht nach Menschen, die man durch Tod oder auf andere Weise verloren hat, Sehnsucht steht auch für Fern- und Heimweh“, philosophiert er. Fakt sei, dass das Warnemünder Turmleuchten Europas größtes Neujahrsevent sei und jedem etwas zu bieten habe, verspricht Sitte. Ein Grund, weshalb die Besucherzahl vermutlich auf 90 000 Gäste klettern wird. Das liegt am Gesamtpaket aus Licht, Laser, Feuer und Live-Perfomance, das die NNN seit Jahren unterstützen.

Neujahr am Turm: Sänger Purple Schulz
Neujahr am Turm: Sänger Purple Schulz Foto: Bettina Koch
 

Wichtige Konstante für den Tourismus

Trotz Bauarbeiten des Wasser- und Schifffahrtsamtes Stralsund (WSA) im Turm steht dem Ereignis nichts entgegen. Das jedenfalls betont Klaus Möller, Chef der Leuchtturmmänner. „Deshalb steht auch dieses Jahr der Turm wieder im Mittelpunkt des Spektakels“, sagt Möller. „Wenn ich auf dem Turm stehe und nach Norden blicke, bekomme ich Sehnsucht, wieder richtig zur See zu fahren“, bekennt er. Beim Blick in den Süden wächst die Sehnsucht nach Freunden, die weit weg sind.

Tourismusdirektor Matthias Fromm bekennt sich klar zu der Veranstaltung, als Unterstützer und als Tourismus-Chef. „Die Veranstaltung hat sich etabliert“, bescheinigt Fromm. „In diesen Jahren ist es durch das Warnemünder Turmleuchten gelungen, die schönsten Bilder vom Leuchtturm in die Welt zu transportieren, das ist ein Alleinstellungsmerkmal für Warnemünde“, so Fromm. Hoteliers und andere profitieren, weil viele Silvestergäste ihren Besuch bis in das neue Jahr verlängern.

Auch das Sicherheitskonzept steht. „Das gibt uns die Ruhe und Gewissheit, gut auf Ereignisse reagieren zu können“, sagt Stefan Damrath, Revierleiter aus Lichtenhagen und Erster Polizeihauptkommissar. Damrath und Torsten Sitte, verschiedene Fachämter und die Tourismuszentrale tüfteln seit Februar daran. „Es gibt mehr Polizeikräfte als voriges Jahr, es sind 100 Mitarbeiter dabei“, so Damrath. „Wir unterstützen das Sperrkonzept der Hansestadt“, ergänzt er. Die Anreise laufe erfahrungsgemäß reibungslos, aber den geordneten Abmarsch unterstützt die Polizei. Unter anderem achten die Beamten am Bahnhof darauf, dass nicht mehr als 800 Leute auf einmal in den Zug steigen. „Auch der Bahnhofstunnel ist ab 15 Uhr gesperrt“, kündigt Damrath an. Auf Höhe vom Hotel Neptun sind ebenfalls geballt Polizeikräfte stationiert. Dem Thema Sicherheit kommen die drei neuen LED-Wände entgegen, die den Menschen im hinteren Teil einen besseren Blick auf das Bühnengeschehen vermitteln und auch der Information dienen.

Gäste können mit ihrer Hilfe auch schon das Programm verfolgen, das ab 15 Uhr am Turm läuft. Dann startet zudem die Versorgung, die Jens Bergel von Holz Catering organisiert. Aus Sicherheitsgründen wird der Bereich etwas auf den Strand ausgeweitet, damit die Promenade etwas entzerrt wird. Als Moderatoren sind Urgestein Horst Marx sowie Maik Ross von der Ostseewelle dabei. Der Künstler wurde zum Thema ausgesucht. Es ist Purple Schulz. Er hat den Song „Sehnsucht – Ich will raus“ auf auf die Veranstaltung zugeschnitten. „Purpe Schulz ist stolz, Teil dieses Jahresstarts zu sein“, sagt Sitte.

Als Sponsor ist die Reederei Scandlines von Beginn an dabei. „Wir unterstützen gern maritime Themen“, sagt Vertreter Michael Dietz. Aus anfänglicher Hilfe seien nun 18 Jahre geworden. Während die Hybridfähre „Berlin“ bereits fährt, wird die „Copenhagen“ bald fertig. „Wenn es klappt, wird der Kapitän der ,Copenhagen‘ einen Gruß von See aus zum Leuchtturm senden“, verrät Dietz.

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erstellt am 22.Nov.2016 | 20:45 Uhr

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