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Norddeutsche Neueste Nachrichten

11. Dezember 2016 | 10:54 Uhr

Handwerk : Tischler stellen sich der Jury

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Nachwuchs des Landesinnungsverbands führt seine Gesellenstücke und Künste vor. Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft.

Nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung zum Tischler durfte der Nachwuchs am Sonnabend zeigen, aus welchem Holz seine Gesellenstücke geschnitzt sind. Die Besten werden einmal jährlich im Citti-Park in Schmarl ausgestellt. Der große Tag war für zehn Teilnehmer aus ganz Mecklenburg-Vorpommern eine besondere Herausforderung.

Die Bewertungskommission vom Landesinnungsverband des Tischlerhandwerks MV nahm sich das edle Mobiliar aller Stilrichtungen vor. Ob hochmodern, im Vintage-Stil oder klassisch – hier durften die Jung-Gesellen ihren Ideen freien Lauf lassen. Auch bei der Materialauswahl waren unterschiedliche Ansätze gefragt. „Schulisch wie praktisch dürfen wir uns über einen sehr guten Tischler-Jahrgang freuen“, sagte Berufschullehrer und Jury-Mitglied Jan Voß aus Wismar.

In drei Wettbewerben wurden die besten Nachwuchstischler des Landes ausgezeichnet. Die Königsdisziplin ist die Krönung der Lehrzeit – das Gesellenstück. Gesellin Manja Klein punktete mit einem Schminktisch für gehobene Ansprüche. Derzeit begeistern sich in jedem Lehrjahr vier bis fünf weibliche Azubis für das Handwerk. Beim zweiten Wettbewerb der Guten Form wurde besonders Wert auf die Gestaltung gelegt. Zeitgemäße Formgebung, Kreativität und Funktionalität standen hier im Fokus der Jury. Der Sieger Andreas Alexander Kuhlmann glänzte mit einem Mix aus afrikanischem Holz und weiß beschichteter, schwarzer MDF Platte im Vintage-Look. Beim PLW – Profis leisten was sind vor allem das handwerkliche Geschick und Schnelligkeit gefragt. Dazu kommen die saubere Verarbeitung, Oberflächengüte und Funktionalität der mechanischen Teile. Die Teilnehmer bekamen die Aufgabe, innerhalb von acht Stunden eine Kinderwiege aus Holz zu fertigen. Der Sieger dieser Kategorie, Georg Quittenbaum aus Güstrow, hat jetzt sogar die Möglichkeit, sich auf Bundesebene weiterzuqualifizieren und an der Berufsweltmeisterschaft teilzunehmen. „Unsere Gesellenstücke sind definitiv anspruchsvoller und hochwertiger geworden“, stellte Landesinnungsmeister Mario Schmidt erfreut fest und beglückwünschte die Fachkräfte.


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