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Norddeutsche Neueste Nachrichten

27. September 2016 | 09:01 Uhr

Vereine aus Rostock : Tierschützer setzen sich ein

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Besonders Katzen haben es den Mitgliedern angetan, es wurden sogar Heime in Rostock und Schlage gegründet.

Bereits im Jahr 1864 wurde der Rostocker Tierschutzverein als einer der ersten seiner Art in Deutschland ins Leben gerufen. Nach einer Zwangspause in Kriegszeiten und darüber hinaus in der DDR wurde der traditionsreiche Verein am 15. März 1990 als erster Verein überhaupt in das Rostocker Register eingetragen. „Darauf sind wir ein bisschen stolz“, sagt Dr. Wolfgang Horn, dessen Eltern eine Bauernwirtschaft betrieben haben. Er ist mit Tieren groß geworden und macht sich seit der Wende im Land und in Rostock vor allem für die Ausgesetzten stark.

Wie der Vereinsvorsitzende sagt, habe man angesichts des Leids Tausender Katzen, die mit der Schließung der Betriebsküchen in den volkseigenen Firmen ab 1990 plötzlich nicht mehr mit Resten versorgt wurden, handeln müssen. So entstand zunächst in der Thierfelderstraße in Rostock ein Tierheim, das ab 1993 in die neugegründete Tierklinik/Tierheim GmbH integriert worden ist und seither von der Hansestadt Rostock unterstützt wird.

„Aber auch rings um Rostock gab es viele herrenlose Tiere. Deshalb haben wir in Schlage ein mehr als 20 000 Quadratmeter großes Grundstück mit einer maroden Offenstallanlage erworben, das wir dank vieler Spenden Stück für Stück ansprechend gestalten konnten“, sagt der Diplom-Agraringenieur, dessen vorwiegend ehrenamtliches Team stets im August ein Fest in Schlage organisiert, das jeweils bis zu 2000 Besucher anlockt. „Bei dieser Gelegenheit zeigen wir den Spendern ganz konkret, wofür wir ihr Geld verwendet haben. So konnten wir den Quarantänestall vom Dach bis zu den Abflüssen modernisieren“, so Horn.

Besonders am Herzen liegt ihm und seinen Mitstreitern das Wohl der ungefähr 3500 herrenlosen Katzen, die in Rostock leben und auf das Mitgefühl der Menschen angewiesen sind. Einen besonderen Schwerpunkt sieht er in einigen Gartenanlagen. „Manche Kleingärtner füttern die Tiere. Andere ärgern sich über die Katzenhinterlassenschaften in den Beeten. Deshalb unser Rat: Futterstellen außerhalb der Anlagen einrichten“, sagt Horn. Sein großer Dank gilt den vielen Menschen, die oft von ihrer kleinen Rente Futter für Katzen kaufen oder die spenden. Für Nahrung, aber auch für die Kastration der Tiere. Die Kosten für die OP einer einzigen Katze betragen ihm zufolge rund 100 Euro.

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erstellt am 28.Feb.2016 | 16:00 Uhr

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