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Norddeutsche Neueste Nachrichten

05. Dezember 2016 | 13:31 Uhr

Schlage : Tierheim-Fusion ohne Probleme

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Etwa 100 Hunde, Katzen und Co. aus Rostock leben jetzt in Schlage. Mehr Plätze für Katzen und Gruppenhaltung für Hunde geplant.

Die Zusammenführung hat problemlos geklappt, zieht Norbert Schlösser ein erstes Fazit. Seit 1. September ist das Tierheim Schlage mit dem Rostocker verschmolzen. Rund 100 Hunde, Katzen und Kleintiere mussten dafür aus der Thierfelder Straße ins 20 000 Quadratmeter große Areal in Schlage umziehen. „Sie wurden nach und nach hergeholt. Das hat etwa einen Monat gedauert“, so der Leiter des Schlager Tierheims. Jetzt hält der Alltag in der Birkenstraße Einzug. „Das Heim mit seinen fünf Häusern hat eine maximale Besetzung von 400 Tieren. Vor dem Zusammenschluss haben wir etwa 240 Tiere hier betreut, also bestanden bei der Kapazität keine Engpässe“, erklärt Schlösser.

Perspektivisch ist aber geplant, zusätzliche Katzenplätze zu schaffen und Hunde vermehrt in Gruppen zu halten. „Das schafft Freiräume und ist gut für deren Sozialisierung“, sagt der 54-Jährige.

Bei der Betreuung der Tiere kommt es für die Mitarbeiter zu keinem extremen Mehraufwand. Denn: „Auch die vier Tierpfleger aus Rostock sind jetzt bei uns. “ So bleibt für die neun Mitarbeiter genügend Zeit, sich um ihre tierischen Schützlinge zu kümmern. Eine von ihnen ist die Auszubildende Johanna Weber aus Sanitz. Die 19-Jährige füttert die Tiere, macht deren Gehege sauber, behandelt die Tiere und sorgt für Beschäftigung. Dazu gehört auch das Gassi gehen wie mit der Langhaardackel-Dame Susi, die sich nach einer Krebs-Operation jetzt gut im Tierheim erholt und auf ein neues Zuhause wartet.

Dennoch, ohne den Einsatz der etwa 35 Ehrenamtler, die regelmäßig helfen, wäre die Belastung für die Mitarbeiter deutlich höher. Auch der Rostocker Stefan Klitz kommt seit fünf Jahren etwa fünfmal pro Woche nach Schlage, um sich um die Hunde zu kümmern. Derzeit betreut er Margo, geht mit ihr Gassi und trainiert mit ihr. Das könnte sich schon bald ändern, denn Hans Joachim Schramm und seine Frau wollen Margo ein neues Zuhause geben. „Morgen werden wir uns entscheiden“, verrät der Kühlungsborner, der im Gespräch mit Klitz schon die eine oder andere Eigenart des neuen Familienmitglieds erfahren hat. „Wenn Margo vermittelt wird, dann betrachte ich das mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Aber die Hauptsache ist, dass Margo in gute Hände kommt. Ich suche mir dann einen anderen Hund, um den ich mich kümmern kann“, sagt der Rostocker. „Das Heim lebt von engagierten Leuten“, weiß Schlösser, der sich jederzeit über freiwillige Helfer freut.

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