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Norddeutsche Neueste Nachrichten

08. Dezember 2016 | 19:09 Uhr

Zoo Rostock : Techniker heizt den Tieren ein

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Dirk Morgenstern regelt im Darwineum die Temperatur, kontrolliert Maschinen und schafft so auch für Besucher ein Wohlfühlklima

Er hält alle Fäden in der Hand: Dirk Morgenstern überwacht die Gebäudetechnik des Darwineums im Rostocker Zoo. Trotz regelmäßiger Kontrollgänge, Reparaturen und Wartungsarbeiten stellt sich nur selten Routine in seinem Alltag ein. Morgenstern arbeitet dafür, dass sich Tier und Mensch im Zoo wohlfühlen.

„Ich habe mit meinem Unternehmen geholfen, das Darwineum aufzubauen“, sagt Morgenstern. Vor seiner Zeit im Zoo war er selbstständiger Aquarien- und Terrarienbauer. „Nach der Wende fing ich als Verkäufer mit einem kleinen Zoo-Laden an. Dafür baute ich mir bereits selbst die Terrarien. Dann hat sich das einfach weiterentwickelt“, erzählt er. Der 50-Jährige hat ein Faible für Reptilien. „Ich hatte zu Hause 40 Terrarien mit Kragenechsen, Bartagamen, Schlangen und mehr.“

Seitdem er im Zoo arbeitet, seien die Terrarien weg. Er habe beruflich nun jeden Tag Reptilien vor der Nase – das reicht, so der Handwerker. Dennoch ist sein Hauptaufgabengebiet die Technik. Morgenstern habe etwa darauf zu achten, dass die richtige Temperatur im Darwineum eingehalten werde. „Das ist nicht immer leicht, denn für die Tiere muss es passend sein, doch die Besucher sollen sich auch wohlfühlen“, sagt er. Gefährlich werde es dann, wenn für die Tiere lebensbedrohliche Störfälle auftreten. Über die Gebäudeleittechnik werden Morgenstern Fehlermeldungen direkt angezeigt. „Die wichtigsten Alarme erhalte ich dann per SMS. Dann kommt es schon mal vor, dass ich am Wochenende nachts um 2 Uhr raus muss.“ Den Alarm zu verschlafen, brauche er nicht zu befürchten. „Wenn ich die SMS nicht höre, klingelt mich mein Chef aus dem Bett. Der bekommt die Nachricht nämlich auch. Bei Feueralarm wird die örtliche Wehr vom System direkt kontaktiert“, erzählt Morgenstern.

In seinem Job reicht es nicht, einmalig eine Gradzahl einzustellen. „Wir müssen wöchentlich die Temperatur anpassen. Im Sommer heizt sich das Darwineum unterm Dach schon mal auf bis zu 50 Grad auf. Darauf müssen wir dann reagieren“, so der Zoo-Techniker. Außerdem kontrollieren Morgenstern und seine Mitarbeiter die vielen großen und kleinen Maschinen von der Wasseraufbereitungs- über die Filteranlage bis hin zu den Pumpen.

Die Gebäudeleittechnik führt alle Abläufe des Darwineums auf Morgensterns Computer zusammen. Der Arbeitsplatz befindet sich im hinteren Bereich des Gebäudes. „Ich weiß gar nicht, wie viele Meter ich am Tag hin und her laufe“, sagt er.

Auch wenn sich seine Arbeit auf den technischen Aspekt des Zoos bezieht, ist Morgensterns Interesse an den Tieren geblieben. „Ich fliege gerne zu den Orten, an denen ich die Tiere auch in freier Wildbahn erleben kann“, sagt er.

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erstellt am 04.Okt.2016 | 21:00 Uhr

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