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Norddeutsche Neueste Nachrichten

30. Juli 2016 | 01:39 Uhr

Shorttrack : Tag zum Abhaken und neue Chance

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Shorttracker Moritz Kreuseler bei Jugend-Olympia: Mit Anna Seidel beim Telemark-Skifahren, morgen in der Staffel gegeneinander

Olympische Jugend-Spiele sind zwar dem „richtigen“ Olympia sehr ähnlich, aber es gibt auch gravierende Unterschiede. Bei den 2. Winterspielen für den Nachwuchs in und um Lillehammer zum Beispiel im Shorttrack, dem Kurzbahn-Eisschnelllauf. Hier treten morgen ab 12 Uhr die jungen Frauen und Männer gemeinsam in Mixed-Staffeln an. Das hat u. a. zur Folge, dass die beiden deutschen Teilnehmer Moritz Kreuseler (ESV Turbine) und Anna Seidel (EV Dresden) im ersten Semifinale gegeneinander antreten müssen! Zu seinem bisherigen Abschneiden und dem morgigen abschließenden Höhepunkt befragte NNN-Redakteur Peter Richter den 17-jährigen Rostocker.

Moritz, für Sie ging es in der Felsenhalle Gjøvik mit Platz zwölf über 1000 Meter los. Entsprach das in etwa Ihren Vorstellungen?
Mit dem Ergebnis bin ich eigentlich ganz zufrieden. Taktisch, sagte Bundestrainerin Diana Scheibe, war es gut, nur die Kondition fehlt mir nach den mehreren Wochen Krankheitspause noch etwas. Viel mehr war dabei nicht zu erwarten.

Das trifft sicher nicht auf die 500 m zu, wo Sie sich mit dem 16. und letzten Platz begnügen mussten?!
Hier wurde mir bereits im Vorlauf klar: Gegen die Weltspitze meines Alters habe ich leider keine Chance. Gerade die Asiaten sind eine Klasse für sich. Im C/D-Halbfinale habe ich es in den ersten drei Runden sehr gut gemacht. Ich gewann den Start gegen den innen von mir gestarteten US-Amerikaner Aaron Heo und konnte bis fast zum Schluss auf dem zweiten Platz bleiben, der Qualifikationsposition fürs C-Finale. Dann hat er, was zu erwarten war, aber angegriffen. Anstatt selbstbewusst die Lücke zu schließen und gegenzuhalten, habe ich ihm den Weg frei gemacht. So bin ich als Dritter ins D-Finale gerutscht, wo dann die Schiene nicht mehr mitgespielt hat. Die Biegung hatte sich – wie auch immer – total verändert, und ich vergaß völlig irritiert das Schnelllaufen. Das war ein Tag zum Abhaken und Vergessen!

Am Sonnabend folgt nun der dritte Wettkampf: Die Staffeln gehen an den Start. Wie darf man sich das vorstellen, Sie können ja nicht zusammen mit Anna Seidel als Duo starten?
Die Staffeln sind komplett gemischt. Ich bin mit Wei Ma (China/Zweiter über 1000 und Dritter auf den 500 m – d. Red.), der Japanerin Shione Kaminaga und der Niederländerin Gioya Lancee in einem Team. Die insgesamt acht Staffeln bestreiten erst ein Halbfinale, von dem es dann in den A- oder B-Endlauf geht. Bei solchen Mixed-Teams ist es fast nicht abzusehen, wer die besten Chancen auf die Medaillen hat. Das macht das Ganze sehr spannend und gibt jedem die Möglichkeit auf einen olympischen Erfolg.

Am Mittwoch hatten Sie einen freien Tag. Konnten Sie etwas unternehmen?

Ja, Anna Seidel und ich waren Telemark-Skifahren. Überhaupt ist mein Aufenthalt bei den Youth Olympic Games abgesehen vom Sportlichen äußerst erfolgreich. Wir haben ein super Team, man lernt andere Sportler, andere Sportarten und vor allem Olympia kennen.

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erstellt am 19.Feb.2016 | 05:00 Uhr

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