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Norddeutsche Neueste Nachrichten

30. Mai 2016 | 10:38 Uhr

Rostock : Studenten demonstrieren für bessere Bildung

vom

Die Studenten in ganz Deutschland sind unzufrieden. Zu wenig Geld, zu wenig Dozenten, zu lange Studiendauer. Auch in Rostock gingen die Studenten auf die Straße.

Rund 300 Studenten haben am Mittwoch im Rahmen der  bundesweiten Aktion „Bildungsstreik 2014“ in der Rostocker Innenstadt für eine bessere Bildung demonstriert. Sie kritisierten dabei eine chronische Unterfinanzierung der Hochschulen, deren Folgen zu einem großen Teil die Studierenden zu tragen hätten. Sie müssten in vollen Hörsälen und mit zu wenigen Dozierenden studieren und könnten wegen der widrigen Bedingungen häufig ihr Studium nicht in der Regelzeit abschließen. Die Studenten forderten die Landesregierung auf, den Hochschulen ausreichend Mittel zur Verfügung zu stellen und sich über die Bedeutung der Aufgaben der Hochschulen stärker bewusst zu werden.

Erschwerend komme hinzu, dass nach dem Ausscheiden von Hochschulen-Mitarbeitern deren Stellen nicht übergangslos wieder besetzt werden. Diese sogenannte Vakanzhaltung behindere massiv den Lehrbetrieb, hieß es. In Rostock komme der teils miserable Zustand der Hochschulgebäude hinzu.Unterdessen hat die Erwartung auf rund 20 Millionen Euro des Bundes für die Bildung in der Schweriner Koalition für Unfrieden gesorgt.

Während CDU-Fraktionschef Vincent Kokert den Großteil der sogenannten BAföG-Millionen zur Stärkung der Hochschulen einzusetzen, riet sein SPD-Amtskollege Norbert Nieszery zu mehr Zurückhaltung. Die Koalition werde über die Verwendung der Mittel vom Bund „nach einem geregelten und transparenten Verfahren“ entscheiden. Zudem gelte es, die Prüfung des Landesrechnungshofs zu den Finanzzuweisungen des Landes an die Hochschulen abzuwarten.

Die Junge Union fordert die vollkommende Ausfinanzierung der Hochschulstandorte in Mecklenburg-Vorpommern und eine direkte und volle Weitergabe der zusätzlichen Mittel an die Hochschulen in Mecklenburg-Vorpommern. Anstatt die Hochschulen nachhaltig zu stärken, wolle die SPD das Geld per Gießkannenprinzip im gesamten Bildungsbereich weiter verteilen.

Nach Worten von Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD) verbessert sich seit Jahren die Lage erstmals deutlich. Allerdings sei nun der Bund in der Pflicht, schnell Klarheit und Einigkeit über die Mittelverteilung zu erzielen. Es sei selbstverständlich, dass die Hochschulen einen nennenswerten Anteil an den zusätzlichen Millionenbeträgen erhalten werden, betonte Brodkorb.

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erstellt am 25.Jun.2014 | 17:01 Uhr

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