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Norddeutsche Neueste Nachrichten

07. Dezember 2016 | 09:40 Uhr

Unternehmerverband Rostock : Sprachrohr für den Mittelstand

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Rostocker Verband blickt auf 25-jähriges Bestehen zurück. Ziel sind 700 Mitglieder. Herausforderung Generationswechsel.

Vom Ein-Mann-Betrieb bis zur Firma mit rund 1000 Mitarbeitern: Klein- und mittelständische Unternehmen finden seit mittlerweile 25 Jahren beim Unternehmerverband Rostock-Mittleres Mecklenburg eine Anlaufstelle. „Unser Engagement beruht auf vier Säulen“, erklärt Verbandsgeschäftsführerin Manuela Balan. Neben der Lobbyarbeit als Sprachrohr der Unternehmer gegenüber Kommunal- und Landespolitik seien das auch die Wissensvermittlung in Seminaren und Tagungen sowie das Netzwerken und die Beratung und Begleitung der Mitglieder. Egal, ob es dabei um die Firmennachfolge, Fachkräftesicherung oder die Einkommenspolitik geht – „unsere Angebote stehen permanent zur Verfügung, man muss sich nur dafür öffnen“, sagt der Präsident des Unternehmerverbandes, Frank Haacker.

Ziel des 48-Jährigen ist es, die Mitgliederzahl von aktuell rund 500 auf 700 zu erhöhen. „In Rostock ist alles 7, da passt das nicht nur gut, sondern wir erreichen dadurch auch absolute finanzielle Unabhängigkeit“, sagt Haacker. Hauptanteil der Mitglieder, deren Beiträge den Verband finanzieren, sind laut Anja Hausmann inhabergeführte Familienbetriebe. „Wichtig ist deshalb, dass wir nach dem Führungswechsel mit unseren Angeboten weiterhin attraktiv bleiben“, so die Schatzmeisterin.

Frank Haacker sieht das zwar auch als Herausforderung, hat aber „keine Zukunftsängste. Wir sind gut aufgestellt und gespannt auf die jüngere Generation und deren Feedback“, so der Niederlassungsleiter der Siemens AG Rostock. In den vergangenen 25 Jahren hätte der Unternehmerverband auf den Wandel der zu bearbeitenden Themenfelder immer gut reagiert. „Es gibt zwar Dauerbrenner wie das Thema Bürokratieabbau, aber was uns heute beschäftigt – Industrie 4.0 oder der Fachkräftemangel – war für die Gründungsmitglieder gar nicht relevant“, weiß Manuela Balan.

Mit einem aktuellen Projekt reagiert der Verband deshalb auf die Schlusslichtstellung von MV in puncto Patentanmeldungen: Zwei Mitarbeiter sind eigens dafür abgestellt, die Unternehmen zu sensibilisieren und in allen Fragen gewerblicher Schutzrechte zu beraten. „So waren wir beispielsweise bei der Markenanmeldung des Rostocker Weihnachtsmarktes involviert“, erklärt die Geschäftsführerin.

Die Funktion als Sprachrohr nehme der Verband sehr ernst, sagt Haacker: „So setzen wir uns dafür ein, dass bei den für Rostock unbestritten wichtigen Wohnungsbau-Vorhaben die Flächen für Gewerbe nicht vergessen werden.“ Viele Unternehmer würden die Hansestadt als nicht sehr investorenfreundlich betrachten. „Sie wünschen sich einen Ansprechpartner für alles und wollen nicht von einer Tür zur nächsten geschickt werden, wenn sie zum Beispiel eine Standorterweiterung planen“, weiß Hacker. Solche Themen sollen auch morgen ansprochen werden, wenn der Verband mit rund 200 Gästen sein Jubiläum im Barocksaal feiert.

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erstellt am 22.Nov.2016 | 05:00 Uhr

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