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Norddeutsche Neueste Nachrichten

04. Dezember 2016 | 09:14 Uhr

Forschung in Rostock : Spanier sucht den Austausch

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Teilnehmer des Wettbewerbs Green Talents besuchen Spitzeneinrichtungen in deutschen Universitäten. Auch Rostock dabei.

Der spanische Nachwuchswissenschaftler Jesús Esteban Serrano ist zu Gast bei Professor Udo Kragl gewesen, der den Lehrstuhl für Technische Chemie der Universität Rostock leitet und zudem seit Oktober 2015 Prorektor für Forschung und Forschungsausbildung an der Universität ist.

Der spanische Forscher ist einer von 20 Teilnehmern des Wettbewerbs Green Talents, den das Bundesministerium für Bildung und Forschung zum achten Mal für international erfolgreiche Nachwuchswissenschaftler organisiert hat, die mit ihren guten Ideen den Planeten ein bisschen grüner machen wollen. Die jungen Forscher schwärmten innerhalb des Programms in Spitzeneinrichtungen der Nachhaltigkeitsforschung an deutsche Universitäten aus, wo sie einen exklusiven Einblick in die deutsche Forschungslandschaft erhielten.

Der Spanier Serrano hatte sich als Wunschgesprächspartner Prof. Kragl ausgesucht, wollte sich mit ihm unbedingt fachlich austauschen. „Es war ein sehr angenehmes Gespräch mit einem begeisterungsfähigen Nachwuchswissenschaftler, der dazu neben Englisch auch gut Deutsch spricht“, hebt Kragl hervor. Wie der Spanier auf die Uni Rostock aufmerksam wurde? Die Expertise der Rostocker Chemiker liegt auf dem Gebiet der ionischen Flüssigkeiten. Dieses Forschungsfeld ist in der wissenschaftlichen Literatur ausführlich dokumentiert. Die wissenschaftliche Neugier des Spaniers lag vor allem darin, wie sich eutektische Lösungsmittel, für die er sich in Zukunft interessiert, im Vergleich zu den ionischen Flüssigkeiten verhalten. Prof. Kragl ist neben umfangreichen Forschungsthemen auch Experte auf dem Gebiet der Ionischen Flüssigkeiten sowie Spuren- und Prozessanalytik. „Da konnten wir dem sehr interessierten Gast viel berichten“, so der Rostocker.

In diesem Jahr steht der Wettbewerb „Green Talents“ ganz im Zeichen der Meere und Ozeane. Der Klimawandel und die Verschmutzung durch Plastikmüll haben einen großen Einfluss auf das Ökosystem der Meere und Ozeane und können sie langfristig aus der Balance bringen. Um diese Herausforderungen zu bewältigen, bedarf es internationaler Forschungskooperationen und der guten Ideen kluger Köpfe. Eine hochrangige deutsche Expertenjury hat deshalb auf Grundlage der wissenschaftlichen Exzellenz und dem Innovationspotenzial der Bewerber jährlich die „Green Talents“ aus einer Vielzahl von Kandidaten ausgesucht. Der Wettbewerb richtet sich an ein breites Spektrum von Wissenschaftsdisziplinen und lädt junge Nachwuchswissenschaftler zu einem Wissenschaftsforum nach Deutschland ein.

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