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Norddeutsche Neueste Nachrichten

25. September 2016 | 00:36 Uhr

Kirche : Sie wachen über ein Wahrzeichen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Förderer erhalten die Dorfkirche in Biestow.

Die 1298 geweihte Kirche in Biestow ist seit Jahrhunderten weithin sichtbares Wahrzeichen und Mittelpunkt des Dorfes sowie der Umgebung. Zur Wende befand sich das Gotteshaus wie andere Kirchen auch in einem baulich schlechten Zustand. Kirchturm und Dach wurden saniert, die Frieseorgel renoviert. Auch der Altarraum und das Innere des Gebäudes erfuhren eine Aufwertung. „Zur Wendezeit waren einige Fenster der Kirche mit Pappe vernagelt, denn Bleifenster waren nicht zu bekommen“, erinnert sich Klaus Dieter Wolter, der von 1977 bis 2003 Pastor in Biestow gewesen ist. Das wohl größte Projekt in seiner Amtszeit war der Neu- und Umbau der Pfarrscheune 1996 und 1997, die einzufallen drohte und heute Wohnungen beherbergt.

Angesichts der nach wie vor anfallenden und notwendigen Arbeiten gründeten engagierte Bürger im Jahr 2004 den Förderverein für das Kirchenensemble Biestow. „Eine unserer ersten Aktionen war es, die Krone unserer alten Bronzeglocke erneuern zu lassen. Dabei haben wir Unterstützung durch die Ospa-Stiftung erfahren“, erinnert sich Peter Möller, der bis 2013 Vorsitzender des Fördervereins war. Stolz verweist der Bauingenieur im Ruhestand auf die Gewölberippen im Altarraum, die heute ihre ursprüngliche Farbgestaltung zurückerhalten haben, und auf die Engel, die hoch oben im Gewölbe wieder sichtbar gemacht worden sind.

Drei Grabplatten, die man vor dem Altarraum gefunden hat, sind jetzt ebenfalls zu sehen. Eine Erneuerung erfahren hat auch die aus Feldsteinen bestehende, zerfallene Friedhofsmauer. „Da die Wände der Kirche sehr feucht waren, mussten wir uns Gedanken um die Trockenlegung machen. Nach fast dreijähriger Vorbereitung wurde nun innerhalb kürzester Zeit rings um das gesamte, aus Feldsteinen bestehende Gotteshaus eine Drainage gelegt“, sagt Dr. Marcus Frank, der seit rund drei Jahren Vorsitzender des rund 50-köpfigen Fördervereins ist. Wie der in der Universitätsmedizin tätige Biologe sagt, wurden im Anschluss nun die Wege neu gestaltetet. An ein Ende der Arbeiten, so der Vereinschef, ist nicht zu denken. Denn nun wolle man den Innenraum der Kirche in Angriff nehmen. Heizung, Fußboden, Bänke – zu tun gibt es reichlich. „Ohne das Mittun vieler Menschen, ohne diese oder jene Spende könnten wir unsere Vorhaben nicht verwirklichen“, sagt Marcus Frank. Wer sich für die Vorhaben des Vereins interessiert, ist immer herzlich willkommen.










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