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Norddeutsche Neueste Nachrichten

26. Juni 2016 | 10:06 Uhr

Rostock : Schon wieder Farb-Attacke auf AfD-Politiker

vom

Dritter Anschlag binnen drei Wochen auf Häuser von AfD-Politikern

Erneute Attacke auf einen Politiker: In der Nacht zu heute haben Unbekannte das Haus des Landesvorstandsmitglieds der Alternative für Deutschland (AfD), Holger Arppe, in Rostock mit Teer beworfen sowie eine Scheibe zur Galerie eingeschlagen und Farbkartuschen in das Haus geworfen. „Das war politisch motiviert“, sagt Arppe. Bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt hatte die AfD Sonntag zweistellige Ergebnisse erzielt.

 Die Farbattacke passierte kurz nach Mitternacht. Arppe, sein Lebensgefährte und sein Bruder waren noch wach, hörten die aufschlagenden Gläser an der Hauswand und, wie die Scheibe zerborsten ist. „Zwei Farbsprengsätze detonierten drinnen“, sagt Arppe. Draußen war niemand mehr zu sehen. Die Polizei ermittelt nun gegen Unbekannt.

Der Anschlag ist kein Einzelfall: Es ist bereits das dritte Mal innerhalb von zehn Tagen, dass ein Parteibüro oder Wohnhaus führender AfD-Politiker im Nordosten angegriffen wurde. Zuvor war ein Parteibüro in Neubrandenburg und das Wohnhaus einer AfD-Politikerin in Schwerin Ziel eines Anschlags gewesen.

Aber auch Landespolitiker anderer Parteien sowie Einrichtungen demokratisch engagierter Bürger sind in der Vergangenheit immer wieder angegriffen wurden. Beispielsweise war das SPD-Wahlkreisbüro des Landtagsabgeordneten Patrick Dahlemann in Torgelow (Kreis Vorpommern-Greifswald) mehrfach Ziel von Attacken – Scheiben wurden beschädigt und sogar Dahlemanns Auto mit Buttersäure bespritzt. Auch das Wahlkreisbüro der Landtagsabgeordneten Simone Oldenburg (Fraktion Die Linke) in Grevesmühlen war 2013 Ziel eines Anschlags. Der Demokratieladen in Anklam wurde mehrfach besudelt, ebenso wie jüngst die Villa Kunterbunt in Güstrow. Der gravierendste Angriff war wohl der Brandanschlag auf die Scheune der Lohmeyers in Jamel (Nordwestmecklenburg).

Kaum eine dieser Attacken wurde bisher aufgeklärt. Die Spurenlage sei denkbar dürftig, klagen Ermittler. Die Attacken auf AfD-Häuser indes waren auf linksradikalen Webseiten angekündigt worden

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erstellt am 14.Mär.2016 | 10:18 Uhr

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