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Norddeutsche Neueste Nachrichten

30. August 2016 | 01:33 Uhr

Turmleuchten : Schon als Kind roch er die Lunte

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Mathias Kürbs sorgt als neuer Feuerwerker beim Warnemünder Turmleuchten für berauschende Effekte

Die Begeisterung für Feuerwerk liegt bei Mathias Kürbs aus der Nähe von Dresden in der Familie. „Mein Vater hat in einem Sprengmittelbetrieb gearbeitet und Feuerwerk gezündet“, sagt der 48-Jährige. Der Sohn hat ihm dabei oft zugeschaut. „Wenn man einmal Feuer gerochen hat, will man es selbst irgendwann einmal machen“, sagt Kürbs, der später auch in einem Sprengmittelbetrieb gearbeitet hat und seit 1996 seine eigene Pyrotechnikfirma betreibt.

„Besonders spannend an einem Feuerwerk sind die schönen Effekte“, sagt er. „Jedes Feuerwerk hat eine Dramaturgie, bei der die Zündgenauigkeit auf die Musik abgestimmt wird, beispielsweise, dass Effektbomben gleichzeitig zum Paukenschlag kommen“, erklärt der Experte. In dem Geschäft ist er durch seine Erfahrung ein alter Hase. Er veranstaltet bedeutende Feuerwerke, hat etliche Preise bei Veranstaltungen wie den Pyro Games abgeräumt.

Seine Sprengmittel importiert Kürbs aus Fernost und aus Italien: „Ich bin um Spezialeffekte bemüht.“ Er beschreibt den Firmen, welche er benötigt, dann wird ausprobiert, später auf einem speziellen Schießplatz Steighöhe und Effektbreite ausgetestet. Als persönliches Vorspiel inszeniert Kürbs am Vortag des Warnemünder Turmleuchtens das Silvesterfeuerwerk in Dresden. Beim Verkauf mit Vorschießen hat er für seine Enkelin Vivian (4) auch schon eine Eiskönigin an den Himmel gezaubert.

Für das Warnemünder Turmleuchten hat Kürbs 250 Kilo Sprengstoff dabei. Eine Viertelstunde vorher will der Feuerwerker für sich allein sein, kontrolliert alles, checkt die Zündkanäle und ob jedes Modul scharf ist, damit es im einprogrammierten Rhythmus per Computer auf den Punkt abgeschossen werden kann. „Erst nach der Inszenierung gibt es ein Bier oder ein Glas Wein, dabei werten wir die Inszenierung aus“, sagt Kürbs, der sich schon auf seine Premiere in Warnemünde freut.

 

 

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erstellt am 31.Dez.2015 | 21:30 Uhr

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