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Norddeutsche Neueste Nachrichten

11. Dezember 2016 | 14:54 Uhr

Lange Nacht der Museen : Rostocks Schätze zeigen sich bei Nacht

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Museen öffnen ihre Türen für neugierige Besucher. Dichtes Gedränge in den Ausstellungen.

Unzählige Schätze kann die Hansestadt Rostock ihr Eigen nennen. Ob pharaonische Sarkophage, seltene Tierpräparate oder landesgeschichtliche Vermächtnisse – das und noch viel mehr konnten die Besucher der zehnten Langen Nacht der Museen am Sonnabend erleben. Und das in einem ganz besonderen Ambiente. „Die beleuchteten Ausstellungen bieten ein seltenes Flair“, weiß Steffen Stuth, Leiter des Kulturhistorischen Museums.

In einem prall gefüllten Klosterhof bekamen die vielen Besucher ein atemberaubendes Lichtspektakel zu sehen. Nach dem Eröffnungsfeuerwerk strömten die Besucher in alle Himmelsrichtungen, um möglichst die ersten an einer der 17 Stationen zu sein. Eilig hatten es auch Kerstin und Tochter Lisa Sievers. Die beiden zog es direkt in die Zoologische Sammlung. „Hier gibt es immer etwas Neues zu entdecken“, sagt Lisa Sievers. Bei der Langen Nacht der Wissenschaften sind sie auf den Geschmack gekommen und wollten nun die Rostocker Museen erkunden.

Im Heinrich-Schliemann-Institut gleich nebenan drängten sich die Zuhörer in die vordersten Reihen, um dem Vortrag von Beatrice Tamm über „Hieroglyphische Inschriften auf Mumiensärgen“ zu lauschen. Sie hatte so manche spannende Details zu berichten. So hätten die britische Queen Victoria und ihr Gatte ihre Namen in hieroglyphischen Schriftzeichen in Bauwerken Londons verewigt. Das fand der junge Besucher Paul Bernier so spannend, dass er gleich den nächsten Vortrag erleben wollte. „Anschließend gehen wir in den Barocksaal und schauen uns das Ballett an“, erklärt sein Papa Thomas Scheel.

Im Barocksaal, der zum ersten Mal bei der Langen Nacht der Museen die Pforten öffnete, trieb derweil Prinzessin Louise Friederike, Gemahlin von Friedrich dem Frommen, ihr Unwesen. Sie unterhielt die Besucher mit ihren frech-frivolen Anekdoten. Die Schauspielerin im Gewand der dekadenten württembergischen Prinzessin tat zur Belustigung der Besucher ihren Unmut über die Hansestadt kund: „Rostock ist doch ein bisschen schäbig.“

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