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Norddeutsche Neueste Nachrichten

06. Dezember 2016 | 19:00 Uhr

24. Landesrockfestival : Rostocker Band mag es stürmisch

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Wrong Way Ticket spielen Metalcore und nehmen am Landesrockfestival teil. Erstes Album ist im Juni erschienen. Videodreh als Ziel.

Bei fünf jungen Männern aus Rostock steigt derzeit das Lampenfieber. Kehren doch die Mitglieder der lokalen Metalcore-Band Wrong Way Ticket mit ihrer Teilnahme beim Landesrockfestival am Sonnabend auf die Bühne zurück, auf der vor fünf Jahren alles begann.

2011 spielten Rhythmusgitarrist Maik Getzkow, Drummer Daniel Mittelstädt, Sänger Daniel Buchmann, Bassist Clemens Weiss und Leadgitarrist Benjamin „Benny“ Brassat erstmals in der aktuellen Formation zusammen. „Für uns ist es schon ein riesiger Erfolg, dass wir so lange durchgehalten haben“, sagt Getzkow. Und mehr noch: Diesen Sommer hat sich das Quintett einen Traum erfüllt und das erste eigene Album mit acht Titeln rausgebracht – auf Englisch und in Gemeinschaftsarbeit entstanden.

Der Bezug zu Rostock und der Ostseeküste ist dabei immer erkennbar – am Kompass im Logo, dem Warnemünder Leuchtturm auf dem Cover und daran, dass die Band bei der CD mit lokalen Fotografen und Produzenten zusammengearbeitet und die Songs in einem Studio in Marienehe aufgenommen hat. „Außerdem sagen wir immer, dass wir stürmischen Metalcore von der Ostsee spielen“, so Getzkow. Der 29-jährige Student der Wirtschaftswissenschaften ist zwar selbst noch kein Vater, vergleicht die Veröffentlichung des ersten eigenen Band-Albums aber schon mit der Geburt eines Babys. „Es hat auch lange gedauert – und als es dann so weit war, war die Freude riesig“, erklärt er.

Bandkollege und Gitarrist Benny kann da nur zustimmen. „Wir wollten etwas Dauerhaftes, Bleibendes schaffen, was man auch später mal noch Kindern zeigen kann“, sagt der 30-Jährige, der als Projektleiter bei Liebherr arbeitet. Und so kommt das Album auch daher – mit hochwertiger Verpackung und professionellem Booklet. Alles von den fünf Bandmitgliedern selbst finanziert. Denn leben können sie von ihrer Musik nicht. „Von dem Traum haben wir uns auch schon verabschiedet – wir werden kein zweites Rammstein und das ist auch okay so“, sagt Getzkow.

Mit ihrem Hobby – den Proben im Kartcenter in Schmarl, Auftritten in MV und Thüringen, einem Preis beim Emergenza-Festival, der CD und einer großen Gruppe von Fans – schaffen sie sich Erinnerungen fürs Leben und sind so auch nach fünf Jahren mit ansteckend viel Spaß bei der Sache. „Das Merchandising-Unternehmen EMP hat einen unserer Songs für einen Werbespot ausgesucht – als ich den im Urlaub zufällig im Fernsehen gehört habe, war das ein unvergleichlicher Moment“, so Getzkow. Sollten sie beim Landesrockfestival zu den Siegern gehören, wissen die jungen Männer schon ganz genau, was sie mit dem Preisgeld machen: „Unser nächster großer Traum ist ein eigenes Musikvideo“, sagt Getzkow. „Und wir würden alle mal wieder gemeinsam chinesisch essen gehen“, so Brassat. Schließlich macht ihre energiegeladene Musik mit entsprechender Bühnenshow auch ordentlich hungrig.

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erstellt am 07.Okt.2016 | 12:00 Uhr

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