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Norddeutsche Neueste Nachrichten

26. September 2016 | 02:14 Uhr

Forschung : Rostock bekommt ein Biomedicum

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Unimedizin forscht und lehrt in neuem Zentrum. Simulations-Arena soll Praxiskenntnisse stärken. Baustart für 2018 vorgesehen.

Für allein 20 Millionen Euro Baukosten soll die Rostocker Universitätsmedizin ein neues Zentrum erhalten, in dem Forschung und Lehre zusammenkommen – das Biomedicum. Ab 2018 soll der Viergeschosser zwischen Schillingallee und Kopernikusstraße neben Kita und Parkhaus entstehen.

„Dieses Gebäude wird uns wissenschaftlich weiter voranbringen“, sagt Prof. Emil Reisinger, Dekan und Wissenschaftlicher Vorstand der Unimedizin. Über die Einwerbung von Drittmitteln würden mehr Arbeitsplätze entstehen. „Unsere Publikationsleistung wird sich noch verbessern, die Zahl der angemeldeten Patente steigen. Und die Attraktivität von Rostock als Studienort erhöht sich weiter“, sagt er. Im Erdgeschoss des Biomedicums soll auf 638 Quadratmetern die Lehre stattfinden. Highlight: eine Simulations-Arena. Die angehenden Mediziner, Zahnmediziner und Medizinischen Biotechnologen sollen an Geräten und lebensgroßen Puppen Eingriffe üben. In den oberen drei Stockwerken auf 2389 Quadratmetern werden Labore entstehen – für Anästhesie, Chirurgie oder auch Innere Medizin. Bisher würden sie auf engem Raum forschen. Als Staffelgeschoss kommt die Technikzentrale auf den Bau. „Das ist alles noch ganz spannend“, sagt Thilo Brause Dezernent im Geschäftsbereich Hochschul- und Klinikbau beim Betrieb für Bau und Liegenschaften (BBL) MV. Der BBL baut das Biomedicum für das Land, stimmt sich, um den Anforderungen der Unimedizin baulich zu entsprechen, ständig mit dieser ab.

Ganz nah am Biomedicum ist als Projektleiterin Ulrike Preßler. „Eine Machbarkeitsstudie gab es bereits“, sagt sie, und auch einen Wettbewerb für Planer. 17 Büros aus Deutschland haben sich beteiligt: aus Berlin, Kiel, Leipzig, Aachen, Stuttgart oder auch Hannover. Fünf kamen in die engere Wahl, reichten binnen 14 Tagen Entwürfe ein. „Wir wollten auch sehen, wie die Arbeitsweise des Büros ist“, sagt Preßler – „ihr Fingerfertigkeitsgefühl bis ins Projektmanagement“, ergänzt Brause. Den Zuschlag bekam ein Rostocker Büro – die Planungs- und Ingenieurgesellschaft Möller, Haroske, Berndt. Sie hätten die Erschließung am besten gelöst, den Zugang über die Kopernikusstraße, statt verwinkelt vorbei am Parkhaus, befindet der Leiter des Geschäftsbereichs beim BBL Uwe Sander. Quartiersituation, vorhandene Strukturen würden gut aufgenommen. Entschieden hat das eine siebenköpfige Jury aus Unimedizin, BBL und Stadtplanungsamt.

Die Planung ist noch in den Anfängen, der erste Entwurf wird abgestimmt und weiterentwickelt. Der BBL arbeitet an den Entwurfsunterlagen, die zur Prüfung zum Bildungs- und zur Absegnung zum Finanzministerium gehen. Danach wird ausgeschrieben. Die Ausführung wird Ende 2017 geplant. 2018 könnte der Bau beginnen.

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erstellt am 20.Sep.2016 | 05:00 Uhr

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