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Norddeutsche Neueste Nachrichten

24. September 2016 | 22:54 Uhr

Markgrafenheide : Rippenquallen gesichtet

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Badegäste in Markgrafenheide erstaunt über unbekannte Art.

Rätselraten unter den Badegästen in Markgrafenheide: Zu Hunderten hätten sich Mittwochabend und gestern dort Quallen in der Ostsee aufgehalten, deren Art die meisten Schwimmer nicht kannten.

Die Experten vom Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) können für Aufklärung sorgen. Auch dort waren Meldungen über die Quallensichtung eingegangen – von den Kollegen des Ozeaneums in Stralsund und Fischern aus Prerow. „Es handelt sich um Rippenquallen“, sagt Dr. Jörg Dutz vom IOW. Im Gegensatz zur in der Ostsee heimischen Rippenquallen-Art Mertensia ovum vermutet er aber, dass es sich in Markgrafenheide um die eingeschleppte Art der Mnemiopsis leidy handelt. „Genauere Unterscheidungen sind aber nur durch die Genetik möglich“, so der Zoologe. Schwimmer könnten der Begegnung mit den Quallen allerdings gelassen entgegensehen, denn diese haben keine Nesselkapseln und sind deshalb für Menschen ungefährlich. Was die Badegäste in Markgrafenheide besonders faszinierte, waren die wechselnden bunten Lichteffekte, wenn sich die Qualle im Wasser bewegt. „Das liegt an ihren Wimpernreihen, die beim Schlagen das Licht brechen“, so Dutz. Das Auftreten der Rippenquallen würde von Jahr zu Jahr stark schwanken, sei aber eher typisch für Frühjahr und November.

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