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Norddeutsche Neueste Nachrichten

03. Dezember 2016 | 20:48 Uhr

Großeinsatz in Rostock : Retter üben Ernstfall am Bahngleis

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Einsatzkräfte simulieren Zugunglück am Brückenweg

Wenn mehrere Rettungsorganisationen bei größeren Unfällen im Einsatz sind, ist deren Koordination die wichtigste Voraussetzung für schnelle Hilfe. Das wird regelmäßig in unterschiedlichen Situationen geübt. Am Sonnabend stellte sich die Deutsche Bahn gemeinsam mit dem Brandschutz- und Rettungsamt der Hansestadt den unglücklichen Umständen eines Bahnunfalls.

Rund 150 Hilfskräfte probten den Ernstfall am Brückenweg. An der Einsatzübung nahmen neben der Berufsfeuerwehr auch der Malteser Hilfsdienst, das Deutsche Rote Kreuz (DRK), Kräfte des Technischen Hilfswerkes (THW) und Notärzte der Hansestadt teil. Auch einige Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren waren anwesend. „In diesem Fall wären vorab erst einmal die Oberleitungen abzuschalten und von der Deutschen Bahn die betroffene Bahnstrecke schnellstmöglich zu sperren“, erklärte Stefan Kieckhöfer von der Berufsfeuerwehr Rostock erste Maßnahmen, damit die Einsatzkräfte im Ernstfall nicht gefährdet werden. Anschließend ging es um die patientengerechte Bergung und Rettung der Zuginsassen.

Selbstverständlich wurde die Situation so authentisch wie möglich dargestellt. 17 Auszubildende der Berufsfeuerwehr ließen sich vorab vom professionellen Schminkteam des DRK grauenvolle Wunden anfertigen und nahmen ihre Positionen ein. Später wurden Gerätschaften der technischen Rettung eingesetzt, um Zugänge zu den eingeschlossenen und teilweise auch eingeklemmten Fahrgästen zu ermöglichen. Drei Verletzten, die von Puppen dargestellt wurden, konnten die Retter nicht mehr helfen.

Währenddessen hatte der Malteser Hilfsdienst eine Versorgungsstation aufgebaut, wo pro Stunde bis zu 30 Verletzte versorgt werden können. Von hier aus wurde auch der Transport in umliegende Kliniken erarbeitet. „Wir sind mit dem Gesamtergebnis der Übung sehr zufrieden“, bilanzierte abschließend Michael Allwardt vom Brandschutzamt.

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