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Norddeutsche Neueste Nachrichten

31. Mai 2016 | 12:02 Uhr

Evershagen : Pablo-Neruda-Club will umziehen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Treff für Jugendliche sieht neue Heimat in Maxim-Gorki-Straße. Die Sanierung des alten Standorts ist ausgeschlossen, deshalb prüft die Stadt nun die Liegenschaft

Der Jugendclub Pablo Neruda in der Evershäger Ehm-Welk-Straße will umziehen – am liebsten in das leerstehende Gebäude in der Maxim-Gorki-Straße 67, der ehemaligen Berufsschule. Denn an dem alten sanierungsbedürftigen Standort sieht der Betrieb für Kommunale Objektbewirtschaftung und -entwicklung (KOE) keine wirtschaftlich sinnvolle Möglichkeit, das 1974 errichtete Gebäude zu sanieren, so KOE-Sprecher Nico Seefeldt. Ob der Treff in der Maxim-Gorki-Straße seinen neuen Standort finden kann, werde momentan geprüft. „Dazu müssen bis Anfang März die Anforderungen und Bedürfnisse an die Liegenschaft durch die Betreiber des Jugendclubs dem städtischen Amt für Jugend und Soziales vorgelegt werden“, so Seefeldt.

Seit 2004 ist aus dem ehemaligen Café Pablo Neruda der Treff für Heranwachsende geworden, der offene Kinder- und Jugendarbeit betreibt. In der vom Europäischen Sozialfonds (ESF) geförderten Begegnungsstätte sind 2,5 Personalstellen etabliert. „Durchschnittlich gehen hier am Tag etwa 50 Jugendliche im Alter zwischen 10 bis 20 Jahren ein und aus“, sagt Haus- und Bereichsleiter Holger Krause. Allerdings sei es schwierig, eine fixe Zahl zu nennen, da die Frequenz von Tag zu Tag unterschiedlich ausfalle. „Wir haben keine festen Angebote, die zu bestimmten Tageszeiten durchgeführt werden. Was wir mit den Jugendlichen unternehmen, wird individuell an deren Tagesform und Verfassung angepasst“, so der Sozialarbeiter.

Die Umbaumaßnahmen für den potenziellen neuen Standort plant derzeit Club-Leiter Krause. „Wir wollen einen Rückzugsort für Jugendliche schaffen“, sagt er. Einen Ort zum „Abhängen“, an dem sie sich nicht zu sehr kontrolliert fühlen, denn das sei es, was die jungen Erwachsenen wollen. Und dass sie die Räume mitgestalten können: „Es gehört zu unserem pädagogischen Konzept, geschlechts- und altersspezifische Aneignungsräume zu schaffen“, so der Sozialarbeiter. Dadurch soll ein bewussterer Umgang mit diesen entstehen. Am neuen Standort sieht Krause außerdem die Möglichkeit einer Raumdoppelnutzung. „Vormittags könnte die Rostocker Tafel, nachmittags der Jugendclub die Stätte nutzen“, so Krause.

Bis dahin müsse geprüft werden, ob der potenzielle Standort in der Maxim-Gorki-Straße geeignet ist, sagt KOE-Sprecher Seefeldt. Durch den dort geplanten Hort könnten sich zwangsläufig Synergien ergeben. Ein vorzeitiger Auszug aus dem Treff in der Ehm-Welk-Straße drohe dem Club nicht.

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