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Norddeutsche Neueste Nachrichten

11. Dezember 2016 | 03:16 Uhr

Karls Eiszeit Rövershagen : Moby Dick entsteht aus Schnee

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

22 Bildhauer aus aller Welt arbeiten an den Figuren für die 14. Eiszeit bei Karls in Rövershagen. Ausstellung eröffnet am 17. Dezember

Die ersten Figuren aus Schnee und Eis sind bereits zu erkennen, an denen die 22 Künstler derzeit bei Karls in Rövershagen schnitzen und sägen. Auf 2000 Quadratmetern Ausstellungsfläche lassen sie auch in diesem Jahr eine glitzernde Wunderwelt entstehen, die unter einem besonderen Motto steht. Nach der fantastischen Reise mit dem Orient-Express lautet das Thema der 14. Eiszeit Moby Dick. „Angelehnt an den Roman von Herman Melville können sich die Besucher in elf großen Szenen mit auf die Suche nach dem Wal begeben“, erklärt Nadja Schriever, Marketingleiterin bei Karls.

Seit Freitag sind die Künstler aus acht verschiedenen Ländern dabei, die neue Ausstellung aufzubauen. „Das Besondere in diesem Jahr ist, dass die Figuren und Szenen dieses Mal zu 90 Prozent aus Schnee und zu 10 Prozent aus Eis bestehen“, erklärt Schriever. Dafür würde ein Großteil des Eises der 13. Ausstellung in einer Schneekanone klein gebrochen und zu feinem Schnee gehäckselt. Hinzu kommt noch eine Ladung der weißen Pracht aus dem Alpincenter Wittenburg. „Insgesamt verarbeiten die Künstler und die 30 Helfer 1500 Tonnen Schnee und 100 Tonnen Eis“, weiß die Marketingleiterin.

In der auf konstant minus zehn Grad Celsius gekühlten Halle sind riesige Wände aus dem kalten Baumaterial aufgehäuft. „Der Schnee wurde wie der Sand bei der Sandwelt gestampft, bis er ganz fest ist. Dann arbeiten sich die Künstler von oben nach unten“, erklärt Nadja Schriever. Lediglich die drei japanischen Künstler um Junichi Nakamura – alle drei blicken zusammen auf 83 Jahre Erfahrung zurück – arbeiten mit Eis. Sie lassen aus aus jeweils ein Tonnen schweren Blöcken mit Motorsäge, Schabeisen und Meißel eine Unterwasserwelt entstehen.

Am 14. Dezember müssen die Künstler aus Russland, Lettland, der Mongolei, Malaysia, Thailand, Japan, England und der Tschuwaschischen Republik, die mit zu den besten der Welt gehören, fertig sein mit Moby Dick, Kapitän Ahab, Pequod, Ismael und Co., denn am 17. Dezember um 9 Uhr öffnen sich die Pforten für die Besucher zur 14. Eiswelt. „Bis dahin werden noch die Lichter ausjustiert, die alles farbig anleuchten, die Kabel versteckt und der Teppich verlegt“, sagt Nadja Schriever.

Bis 29. Oktober nächsten Jahres kann die Ausstellung dann täglich besucht werden, dessen Hingucker sicherlich der fast lebensgroße Moby Dick sein wir. Mit seinen zwölf Metern Länge ist der auf der Seite liegende Wal die größte Figur und ist an einer Stelle sogar begehbar. „Für die kleinen Besucher gibt es wieder eine Rutsche. Sie können dieses Mal vom Buckel des Wals aus zu Boden gleiten“, erzählt die Marketingleiterin, „Und wir werden eine Art Audioguide installieren, an denen die kleinen Besucher kindgerecht an den einzelnen Stationen Informationen erhalten.“ Die erwachsenen Besucher können sich währenddessen an der Eisbar mit Hochprozentigem von Innen wärmen. Auf ein winterliches Vergnügen müssen die Besucher nicht mehr bis zum 17. Dezember warten. In der Hof-Küche können bereits jetzt schon auf der 200 Quadratmeter großen Eisfläche auf Schlittschuhen ihre Runden drehen.

Die 13. Eiszeit haben rund 270 000 Menschen besucht. „Das wollen wir in diesem Jahr auch schaffen, vielleicht sogar übertreffen“, hofft Nadja Schriever.

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erstellt am 29.Nov.2016 | 21:00 Uhr

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