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Norddeutsche Neueste Nachrichten

07. Dezember 2016 | 11:32 Uhr

Opfer in Lebensgefahr : Messerstecherei in Rostocker Flüchtlingsheim

vom

Syrer und Ägypter stechen aufeinander ein - Opfer nach Stich in Herzgegend in Lebensgefahr

Zu einer schweren Messerstecherei ist es am Sonntag Nachmittag in der Flüchtlingsunterkunft Möllner Straße im Rostocker Stadtteil Lütten Klein gekommen. Dabei wurde ein Mann nach einem Stich in die Herzgegend lebensbedrohlich verletzt. Zu der Auseinandersetzung kam es nach Polizeiangaben gegen 13.45 Uhr.

Nach bisherigen Erkenntnissen stritten sich aus noch nicht geklärter Ursache zunächst zwei der Bewohner, offenbar ein Syrer und ein Ägypter, verbal. Die Auseinandersetzung spitzte sich derart zu, dass sie in einer Messerstecherei mündete. Einer der Beteiligten erlitt durch einen Stich mit einem Küchenmesser lebensgefährliche Verletzungen. Wie es vor Ort hieß, trafen die Stiche ins Bein und einer in die Nähe des Herzens. Der Vorfall ereignete sich auf dem Flur des 2. Stocks.

Kurz nach dem Angriff eilten die Besatzungen von mehreren Streifenwagen sowie ein Rettungswagen und ein Notarzt in die Möllner Straße. Der Angreifer konnte überwältigt, ihm das Messer (etwaige Klingenlänge 20 - 25 cm) abgenommen und vorläufig festgenommen werden. Das schwerst verletzte Opfer wurde nach kurzer Erstbehandlung vor Ort sofort in den Schockraum der Universitätsklinik gebracht. "Der Mann wird in der Klinik derzeit notoperiert", sagte Carsten Kroll, Sprecher im Polizeipräsidium Rostock.

Die Kriminalpolizei übernahm am Tatort die Spurensicherung. Zu weiteren Tumulten kam es vor der Unterkunft, als ein Angehöriger des Opfers in den Streifenwagen eindringen wollte, um an den festgenommen mutmaßlichen Täter zu gelangen. Polizisten mussten dazwischen gehen und die Situation beruhigen. Laut Kroll prüfe die Polizei derzeit die näheren Umstände der Auseinandersetzung. Dabei stünden die Beamten auch vor "Verständigungsproblemen", hieß es.

Alles rund um die aktuelle Flüchtlingsdebatte lesen Sie in unserem Dossier.

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