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Norddeutsche Neueste Nachrichten

02. Dezember 2016 | 21:09 Uhr

Hochschule für Musik und Theater : Mehr Raum für Studenten

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

HMT bildet ab 2017 mehr Lehrer aus. Durch zusätzliche Landesmittel entstehen neue Stellen und Studiengänge.

Kurz vor Beginn des neuen Wintersemesters ist die Freude in der Hochschule für Musik und Theater (HMT) groß. Nach den Zielvereinbarungsverhandlungen mit dem Bildungsministerium steht fest: Die Hochschule bekommt noch einmal 1,4 Millionen vom Land. Die will die gerade in ihre zweite Amtszeit gewählte Rektorin Susanne Winnacker für den Aus- und Umbau der Hochschule sowie für zusätzliche Stellen einsetzen, und um neue Studiengänge zu etablieren.

„Wir werden ab dem kommenden Wintersemester auch Musik als Beifach im Lehramt und Basisschulmusik anbieten“, sagt Winnacker. Damit werde die HMT ab Herbst 2017 gut 200 Lehramtsstudenten ausbilden – doppelt so viele wie bisher. Die werden im Land dringend gebraucht: „Es gibt gerade im Grundschulbereich zu wenig ausgebildete Musiklehrer. Oft unterrichten Fachfremde“, sagt Dagmar Gatz, Prorektorin für Studium und Lehre. Mithilfe von Bundesfördermitteln werden Lehramtsstudenten künftig mehr an Schulen unterrichten, so Gatz.

Nach dem gerade drei Wochen alten Landesbeschluss zur Wiedereinführung des Schulfachs Darstellendes Spiel wolle man Winnacker zufolge auch diesen Studiengang wieder einführen. Es sei immens wichtig, die hier ausgebildeten Lehrer auch im Land einzusetzen und entsprechende Referendariatsstellen zu schaffen und zu besetzen, so die Rektorin.

Insgesamt wird die HMT dann gut 650 Studenten beschulen, was die Einrichtung vor kapazitative Herausforderungen stellt. Die Lösung: Für rund 400 000 Euro wird die bisher ungenutzte Dachterrasse in einen 100 Quadratmeter großen Seminarraum für die Lehramtsstudenten umgebaut. „Und auch die Cafeteria wird endlich in Angriff genommen“, sagt Winnacker – für etwa 650 000 Euro für dringend notwendiges neues Küchenequipment. Die Mittel stammen aus dem Baukorridor des Studentenwerks, so die Schulleiterin. Fertig sein soll auch der neue Speisesaal im Herbst 2017.

Durch die Zusatzgelder und die Etablierung neuer Studiengänge hat das Rektorat der HMT zwei neue Professorenstellen sowie vier neue Mittelbaustellen schaffen können. Außerdem habe man einige Lehrbeauftragte in feste Stellen übernommen und das Honorar für die freien Dozenten angehoben: „Jeder bekommt jetzt einheitlich 40 Euro die Stunde“, sagt Winnacker. Vorher hatte die Entlohnung zwischen 15 und 37,50 Euro pro Stunde geschwankt. „Damit lagen wir im unteren Bereich des Bundesschnitts. Jetzt befinden wir uns im oberen Drittel“, so die Schulleiterin.

Ein weiteres Novum an der HMT: der Eintritt in die frisch gegründete Akademie für Musik und Darstellende Kunst (AMDK). „Mitglied sind alle Theater und Hochschulen des Landes. Sie ist gedacht, um Studenten mit dem Theater zusammenzubringen, Netzwerke zu stricken und Synergien zu schaffen“, sagt Winnacker. Finanziert wird sie teilweise vom Land, Sponsoren seien aber noch gesucht. Zudem wird Daniel Huppert, Generalmusikdirektor des Mecklenburgischen Staatstheaters Schwerin, ab sofort eine halbe Professurstelle für Orchesterarbeit in Rostock besetzen. Weiterführen will die Hochschule aber auch die Kooperation mit dem Rostocker Volkstheater. Die Zusammenarbeit mit Joachim Kümmritz und Ralph Reichel funktioniere jetzt schon reibungsloser als mit dem vorherigen Intendanten, so Winnacker.

Die Lernerfolge der Studenten bekommen die Rostocker in vielfältiger Weise zu sehen: „Wir haben ein volles Programm. Fast jeden Abend Klassenkonzerte und künstlerische Projekte“, sagt Klaus Häger, Prorektor für künstlerische Praxis. Derzeit laufen die Proben für Mozarts „Zauberflöte“.

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