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Norddeutsche Neueste Nachrichten

24. September 2016 | 22:54 Uhr

Rostock : Liebherr wächst weiter

vom
Aus der Onlineredaktion

Kranhersteller baut seinen Standort in Rostock aus: 500 Neuanstellungen

Der Kranproduzent Liebherr hat in den vergangenen Monaten seinen Standort im Rostocker Überseehafen ausgebaut. Neben der Produktion sind nun auch das Technische Büro, der Vertrieb und der Kundendienst in Rostock angesiedelt. „Die Bündelung unserer Ressourcen in Verbindung mit der direkten Seeanbindung schafft perfekte Voraussetzungen für das weitere Wachstum der Sparte Maritime Krane“, erklärt Leopold Berthold von der Geschäftsführung. Der direkte Zugang zur Ostsee sei entscheidend für die Entwicklung von internationalen Handelsbeziehungen, großdimensionierte Krane könnten teilweise komplett aufgebaut verschickt werden. 1500 Mitarbeiter seien in der 2002 gegründeten Niederlassung mittlerweile beschäftigt, 500 wurden seit Januar neu eingestellt. Der Umzug sei noch nicht vollständig vollzogen, verrät Liebherr-Sprecherin Renate Gundlach. Das Zentrum der maritimen Fertigung in der Liebherr-Gruppe sei Rostock allerdings jetzt schon. Angefertigt werden Hafen-, Mobil-, Schiffs- und Offshore-Krane sowie Greifstapler. In der Vergangenheit habe das Unternehmen 300 Millionen Euro in den Standort Rostock investiert, unter anderem in ein maritimes Trainingszentrum, das hoch qualifizierte Produktschulungen mit Kransimulatoren, Schnittmodellen und 3D-Simulationen ermöglicht. Seit 2009 betreibt der Kranhersteller außerdem eine eigene Akademie, in der der eigene Nachwuchs ausgebildet wird. Zehn Berufe können vor Ort neu gelernt werden, erst Anfang September seien 34 neue Azubis eingestellt worden.

Liebherr hat neben Rostock auch Produktionsstätten in Killarney (Irland), Nenzing (Österreich) und Sunderland (Großbritannien). Der Ausbau des Standortes in Mecklenburg-Vorpommern sei ein wichtiges Statement, sagt Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU). „Es wird weiter investiert und Know-how in der Hansestadt konzentriert.“ Wichtig seien vor allem Investitionen in Forschung und Entwicklung, um zu neuen marktfähigen Produkten zu kommen. Derzeit sind bei Liebherr in Rostock fünf Fachkräfte in der Produktentwicklung tätig. Gemeinsam mit einem Design-Network arbeiten sie an neuen Produktlinien. Diese seien grundsätzlich marktorientiert und den Kundenwünschen angepasst, so die Geschäftsführung. In den nächsten Jahren will Liebherr mit seinen Produkten zehn Prozent des internationalen Marktes abdecken.

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erstellt am 22.Sep.2016 | 21:00 Uhr

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