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Norddeutsche Neueste Nachrichten

25. Mai 2016 | 22:40 Uhr

Rostock : Lebensretter in Aktion

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

In knapper Badekleidung retten die Schwimmer der DLRG  Leben – auch beim Cup der Rettungssportler.

Die Wellen schlagen hoch, die Strömung zerrt immer heftiger: Für einen Vater und seine zwei Söhne wurde es diese Woche beim Baden in der Ostsee brenzlig. Doch die Schwimmer hatten Glück. Ein paar hundert Meter weiter am Warnemünder Strand trainiert die Nationalmannschaft der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) – sie eilte zur Hilfe.

Rettungsschwimmer Adrian Flügel ist mit einem Schwimmbrett auf dem Wasser, als er die Situation erkennt. „Zu viert konnten wir den Mann und die Kinder an Land ziehen“, sagt er später. „Alleine hätte der Vater das nicht geschafft.“ Ein Notfall, der verdeutlicht, wie oft die Rettungsschwimmer beim vermeintlich ungefährlichen Badeurlaub eingreifen müssen.

Damit auch weiterhin alle Wachtürme von Mai bis September besetzt sind, wirbt die DLRG beim 18. Internationalen Cup der Rettungssportler heute und morgen in Warnemünde um Nachwuchs. Mehr als 360 Rettungsschwimmer streiten dann im Strandrennen, Wettschwimmen und Kajak-Paddeln um die ersten Plätze. Das soll Lust auf den DLRG machen und Nachahmer anlocken.

Mindestens 2000 Gäste erwarten die Veranstalter bis Samstagabend. „Genug Leute hat keine Rettungsorganisation“, sagt der Präsident des DLRG-Landesverbands Mecklenburg-Vorpommern, Armin Jäger. 1600 Rettungsschwimmer werden auf das Jahr gerechnet an den landesweit 28 Stationen benötigt, bis zu 236 gleichzeitig. „Ein einzelnes Bundesland kann das nicht wuppen.“ In der Hauptsaison kann die DLRG zwar auf Ehrenamtliche aus dem ganzen Bundesgebiet bauen. „In den Vorsaisons sind wir aber knapp besetzt“, sagt der Leiter des Zentralen Wasserrettungsdiensts Küste, Peter Sieman. Beim DLRG-Cup sind die Sportler daher gehalten, gezielt junge Urlauber für die Arbeit als Retter zu motivieren. Für die Wasserwächter ist das Engagement bei der DLRG durchaus lohnenswert: Neben einer Entschädigung von mindestens fünf Euro am Tag erhalten sie Kost und Logis an einem Badeort. Wünsche für den Einsatzort werden berücksichtigt.


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