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Norddeutsche Neueste Nachrichten

11. Dezember 2016 | 03:17 Uhr

Bürgermeister : Längst weg vom Hinterhof-Image Rostocks

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Bürgermeister Klaus Zeplien im Gespräch.

In den vergangenen Jahren hat sich die Gemeinde stark entwickelt. Woran lässt sich das beispielhaft festmachen?

Vor der Wende haben in den fünf Dörfern zusammen etwa 1300 Einwohner gelebt. Heute sind es rund 2500. Wir haben uns seitdem also fast verdoppelt. Das zeigt sich auch in den Ortsbildern. Den größten Zuwachs gab es in Niendorf und Sildemow. Die haben sich verdreifacht. Unsere Region war bis zur Wende wenig entwicklungsfähig, weil wir im Regenwasserschutzgebiet der Warnow liegen und damit scharfen Bedingungen im Bereich Abwasser unterlagen. In den 90er-Jahren sind dann Millionen-Aufwendungen betrieben worden, um das Problem in den Griff zu bekommen. Das war sicherlich eine der größten Infrastrukturmaßnahmen, die uns die Möglichkeit bot, die Dörfer zu erweitern. Danach haben wir die Straßennetze ausgebaut und ländliche Wege erneuert, sodass wir jetzt weg sind vom Hinterhof-Image Rostocks, unter dem wir mal gelitten haben. Mittlerweile sind wir ein verhältnismäßig interessanter Wohnort.

Ist die Gemeinde denn als solcher geprägt?

Auch, denn nach wie vor sind wir schwerpunktmäßig landwirtschaftlich geprägt.

Und wie sieht es in puncto Gewerbe aus?

Wir sind leider nicht in der Lage, verhältnismäßig viele Arbeitsplätze anzubieten. Das Gewerbe, das wir haben, ist verstreut. In Zukunft wollen wir uns mehr auf die Gewerbeansiedlung und -entwicklung konzentrieren. Ganz konkret vorgesehen ist die Ansiedlung des Lebensmittel-Discounters Norma zum Herbst 2017. Wir werden aber auf keinen Fall „beleuchtete Schafweiden“ anlegen, die nachher nicht besiedelt werden.

Was ist das Besondere an der Gemeinde?
Wir haben den Schulstandort erhalten können. Diese wurde vor etwa 1,5 Jahren sogar erweitert, so dass es derzeit keine Kapazitätsprobleme gibt.

Und wie sieht es bei Kita und Hort aus?

Die Kinderzahlen nehmen zu. Deshalb haben wir Pläne, den Kindergarten oder zumindestens die Hortplätze zu erweitern. Allerdings wird es mit Sicherheit noch bis 2018 dauern, bis etwas konkret wird.

Was steht denn noch auf der To-do-Liste der Gemeinde?

Was wir auf jeden Fall brauchen– und das wird hoffentlich 2017 realisiert – ist eine neue Sporthalle. Und in die kommunalen Wohnungen muss dringend investiert werden. Das wollen wir im nächsten Jahr anfassen. Bei einem Block muss das Kellergeschoss saniert werden. Auch die eine Straße zwischen Groß Stove und Biestow ist dringend sanierungsbedürftig. Wir hoffen, dass das in den nächsten zwei Jahren passieren wird. Das Ärgerliche daran ist, dass die Stadt Rostock ihr Stück bereits saniert hat, ohne uns zu informieren. Das empfand ich als nicht besonders kooperativ. Ansonsten hätten wir uns auch etwas einfallen lassen. Bei der alten Schwaaner Landstaße ist es uns gelungen.

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erstellt am 01.Dez.2016 | 15:00 Uhr

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