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Norddeutsche Neueste Nachrichten

26. September 2016 | 19:20 Uhr

Rostocker Frieda 23 : Kunst für schnelle Genießer

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Wechsel-Ausstellung über 24 Stunden ab heute 18 Uhr in der Frieda 23

Kunst im Schnelldurchlauf gibt es ab heute Abend 18 Uhr in der Frieda 23 zu sehen. Zu ihrem 25-jährigen Jubiläum eröffnet die Rostocker Kunstschule die 24-Stunden-Ausstellung „Galerie 16 – Wechsel“. 16 Künstler zeigen innerhalb von 24 Stunden in zwei Räumen ihre Arbeiten. „Darunter Bilder, Keramiken, Performances und audiovisuelle Shows“, sagt Matthias Dettmann. Der Illustrator und Grafiker lehrt an der Kunstschule Rostock. Auch großformatige Scherenschnitte, Reisedokumentationen können die Besucher erleben.

Jeder Künstler bekommt für sein Programm genau 30 Minuten Zeit. „Das Thema ist den Künstlern freigestellt“, so Dettmann. In dem eng gestrickten Rahmen sollen sie sich experimentell ausleben. So wird die Künstlerin Tanja Zimmermann Fotos, die sie auf ihrer New York-Reise geschossen hat, in einer Livevorführung übermalen. Hinrich Brockmöller wird mit seinem ausgeprägten Stil die abendliche Atmosphäre nutzen und seinen Ausstellungsraum in kürzester Zeit in eine Lounge samt DJ und Ausschank verwandeln.

„Das Tolle daran ist, dass die Zuschauer bei dem ständigen Ausstellungsumbau zusehen können“, so Dettmann. Sie sind dabei, wenn Bilder aufgehängt und Installationen angebracht werden. Damit der Wechsel der künstlerischen Ausstellungen und Darbietungen reibungslos verläuft und vor allen Dingen die 24 Stunden über spannend bleibt, hat Dettmann eine Dramaturgie entwickelt. Dabei hat der Grafiker genauestens darauf geachtet, dass jeder Künstler, eine Zeit bekommt, die seinen Ansprüchen genügt. „Manche Künstler brauchen Tageslicht und andere die Nacht“, erklärt er. Die meisten Künstler dürfen ihre Arbeiten zweimal präsentieren. „So bekommen sie die Gelegenheit, auch wirklich gesehen zu werden“, fügt Dettmann hinzu. Bei ihrer Performance sind die Kunstschaffenden anwesend und für Gespräche bereit.

Die Darbietungen und Ausstellungen werden zudem in das hauseigene Café der Kunstschule übertragen. „Dort können sich die Besucher ausruhen und den Ausstellungswechsel von ihren Plätzen aus beobachten“, ergänzt er.

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