zur Navigation springen

Norddeutsche Neueste Nachrichten

10. Dezember 2016 | 15:37 Uhr

Volkstheater Rostock : Kümmritz will ein kleineres Orchester

vom

Rostocks neuer Volkstheater-Intendant legt Konzept mit vier Sparten vor. Der Aufsichtsrat ist skeptisch

Rostock Der neue Intendant des Rostocker Volkstheaters, Joachim Kümmritz, hat zur Sicherung aller vier Sparten des Hauses die Verkleinerung des Orchesters vorgeschlagen. Durch die Reduzierung der Musikerzahl von 73 auf 63 lasse sich eine produzierende Schauspielsparte mit Erwachsenen-, Kinder- und Jugendangeboten absichern, heißt es in einem Papier, das Kümmritz gestern dem Aufsichtsrat vorstellte.

Es sieht auch vor, den Haustarifvertrag mit der Philharmonie zu kündigen. „Dem hat der Aufsichtsrat vorerst nicht zugestimmt“, sagt dessen Vorsitzende Sybille Bachmann (Rostocker Bund). „Alle anderen Punkte wurden vertagt.“ Den Mitgliedern hätten unter anderem Aussagen zu möglichen Rechtsfolgen und Zahlen zur Unterfütterung des Konzepts gefehlt.

Das Kümmritz-Papier trägt den Titel „Bewahrung und Erneuerung“. Es sieht auch vor, die Zahl der Schauspieler von derzeit vier und zusätzlich vier Gästen auf 14 zu erhöhen. Die Zahl der Sänger und Tänzer solle nur geringfügig verändert werden. So könnten weiterhin Konzerte angeboten werden. Das Musiktheater könne vier bis fünf und das Tanztheater zwei Neuproduktionen je Spielzeit anbieten. Damit sei auch die Auslastung der großen Bühne gegeben, heißt es in dem Papier.

Der neue Intendant vertritt im Konzept die Meinung, dass Rostock ein Vier-Sparten-Haus brauche. So könne die Stadt ihrer Bedeutung als wirtschaftliches, wissenschaftliches, touristisches und kulturelles Oberzentrum gerecht werden: „Rostock ist und bleibt eine schnell wachsende Regiopole mit überregionaler Ausstrahlung“, so Kümmritz. Bislang stand noch der Vorschlag des früheren Intendanten Sewan Latchinian und kaufmännischen Geschäftsführers Stefan Rosinski im Raum. Deren Hybridmodell vom Februar sah den Ausbau der Musiktheatersparte, den Erhalt der Konzertsparte sowie die Umstrukturierung des Schauspiels vor. Die Sparte Tanz sollte bis 2019 erhalten bleiben.

zur Startseite

von
erstellt am 20.Okt.2016 | 05:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen