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Norddeutsche Neueste Nachrichten

10. Dezember 2016 | 21:28 Uhr

Kooperation : Jugendamt nutzt Expertise der Uni

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Kooperationsvereinbarung fortgeschrieben. Gemeinsame Studien zu Kita-Bedarf und SBZs.

Das Amt für Jugend und Soziales und die Universität haben gestern ihre Kooperation besiegelt. Seit 2004 unterfüttert das Institut für Allgemeine Pädagogik und Sozialpädagogik Vorhaben des Amtes mit Daten, Analysen, fachlicher Expertise. „Die Kooperationsvereinbarung macht deutlich, dass wir nicht nur nebeneinander wohnen, sondern tatsächlich auch viel miteinander zu tun haben“, sagt Sozialsenator Steffen Bockhahn (Linke). Mit Prof. Hans-Jürgen von Wensierski vom Institut hat er die gemeinsame Willensbekundung, zusammenzuarbeiten, und damit den Rahmen für einzelne Projekte wie die Kita-Bedarfsplanung unterzeichnet.

Die Bedarfsplanung hatte das Institut unter der Federführung von Anja Schwertfeger übernommen. Acht bis zehn Studenten waren involviert – zum Beispiel in die Experteninterviews. Zwei Studenten absolvierten damit ein Forschungspraktikum. Die Projekte mit der Stadt sind eine „Nahtstelle zwischen wissenschaftlicher Forschung, Grundlagenforschung und anwendungsbezogener Forschung“, sagt von Wensierski.

Das sei zum Vorteil der Studenten, die dadurch auch Träger wie das Jugendamt, die Komumne kennenlernen – einen Typus künftiger öffentlicher Arbeitgeber. „Sie sammeln Erfahrungen in der Sozialplanung und sind ausgebildet in Konzeptentwicklung“, ergänzt er. 30 bis 40 Studenten haben seit 2005, seit die Kooperation gelebt wird, federführend an solchen Projekten mitgewirkt. Dazu kommen rund 100 Studenten, die miteingebunden waren. Aktuell ist eine Analyse zu frühen Hilfen abgeschlossen worden, die Stefanie Veith angeleitet hatte. Die Ergebnisse werden mit dem Amt besprochen.

Nach der gestrigen Verlängerung der Vereinbarung um fünf Jahre wurden auch mögliche neue Projekte wie zum Teilhabe- oder auch Pflegestärkungsgesetz und deren Prioritäten debattiert. „Das Besondere des Jugendamtes Rostock ist, dass es offen ist für neue Fachdimensionen“, sagt von Wensierski. Personell verbinde sich dieser Einsatz mit Olaf Gäde, Leiter des Sachgebiets Planung und Qualitätsentwicklung im Amt. „Es wird nicht einfach verwaltet, sondern gibt Debatten über das Wie“, sagt Sozialsenator Steffen Bockhahn.

Das Institut arbeitet auch mit anderen Trägern zusammen. Mit der Stadt Bad Doberan werden sie eine Sozialraumanalyse derselben angehen.

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