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Band aus Rostock : „Integrativer Jazz “ mit drei Damen

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Die Rostocker Band „Jazz at heart“ stellt in prominenter Besetzung in der Orangerie des Schweriner Schlosses ihr neues Album vor.

Sie hat zusammen mit Weltstars wie Whitney Houston und Marla Glen auf der Bühne gestanden, beeindruckte mit ihrer Stimme Stevie Wonder und Michael Jackson: Della Miles galt als die beste Background-Sängerin in Los Angeles, bevor es sie der Liebe wegen nach Deutschland verschlug. Hier nahm Marius Müller-Westernhagen sie mit auf Tournee und unter seine Fittiche, produzierte 2010 ihr Solo-Album „Simple Days“.

Jetzt kommt Della Miles, die seither in Berlin lebt, auch nach Mecklenburg-Vorpommern – zusammen mit der Band „Jazz at heart“. Am 5. April werden sie in der Orangerie des Schweriner Schlosses ihr gemeinsames Album „Love is the Gun“ vorstellen – in einer Vorpremiere, denn die CD und eine DVD mit sechs klassischen Musikvideos und Bonusmaterial werden erst etwas später im Jahr erscheinen.

„Wir wollen in Mecklenburg schon einmal schauen, wie unsere neuen Titel ankommen“, erklärt Gustav Steinhoff, der Kopf von „Jazz at heart“. 2004 hatten der Rostocker Medizinprofessor und die damalige Medizinstudentin Christina Jaschkowiak die Band gegründet. „Love is the Gun“ ist ihr sechstes Album – und sollte ursprünglich als erstes ohne Christina Jaschkowiak entstehen. Denn die praktiziert nicht nur seit längerem als Kardiologin in München. Sie ist inzwischen auch Mutter zweier Kinder. Wenngleich „Jazz at heart“ nicht häufiger als für sechs bis acht Konzerte im Jahr zusammen auftritt, war es der jungen Frau doch zu anstrengend geworden.

So suchten Steinhoff und seine Instrumentalisten-Kolegen Johannes Pistor (Gitarre, Violine), Thomas Braun (Violine, Flügelhorn), Jürgen Plato (Saxophon, Klarinette, Querflöte), Walter Martinez (Schlagzeug, Percussion) und Sebastian Sarfert (Bass) nach Ersatz – und wurden gleich doppelt fündig: „Della Miles wollte gerne mit mir etwas machen“, erzählt Steinhoff, der nicht nur als Herzchirurg und Stammzellexperte einen internationalen Ruf hat, sondern auch als Jazz-Pianist deutschlandweit bekannt ist. Seine Bandkollegen, allesamt Berufsmusiker aus Rostock und Umgebung, gewannen außerdem die Sängerin Marie-Luise Böning für ihr Projekt. „Sie wollten gerne jemanden aus der Region“, erzählt Steinhoff.

Da sich Christina Jaschkowiak kurzfristig noch einmal umentschied und sich doch für die Proben und die drei anschließenden Konzerte in Mecklenburg – am 5. April in der Schweriner Orangerie, am 6. April im Rostocker Barocksaal und am 7. April im „Conventer Atrium“ in Börgerende-Rethwisch – frei nehmen konnte, gibt es „Jazz at heart“ nun sogar mit drei Sängerinnen.

Nicht nur darin unterscheidet sich das neue Album der Band deutlich von den Vorgängern. Alle 16 Titel darauf sind neu, die Hälfte stammt aus Steinhoffs Feder, die andere Hälfte von seinen Bandmitgliedern. Da jeder einen anderen Musikstil bevorzuge, sei letztlich eine interessante Mischung aus Jazz, Rock, Hardrock, Soul, Swing, Latin und Klassik herausgekommen. „Wir haben mit keinem Stil ein Problem“, meint Steinhoff, der die Musik seiner Band als „integrativen Jazz“ bezeichnet. 60 Jahre Musikgeschichte seien darin zusammengefasst und in die Zukunft entwickelt. „Wir legen uns einfach nicht fest, wohin die Reise gehen soll.“

Karten für „Jazz at heart“ am 5. April um 19 Uhr in der Orangerie des Schweriner Schlosses sind zum Preis von 35 Euro im Schweriner Kundencenter unserer Zeitung in der Mecklenburgstraße 39 erhältlich.

 

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erstellt am 16.Mär.2017 | 12:00 Uhr

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