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Norddeutsche Neueste Nachrichten

27. September 2016 | 07:17 Uhr

Börgerende : Hochhaus-Entscheidung vertagt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Bürger sollen auf Einwohnerversammlungen über Projekt Forschungsinstitut informiert werden. Viele Börgerender wohnen Sitzung bei.

Reges Bürgerinteresse hat gestern die Sitzung der Gemeindevertretung Börgerende-Rethwisch begleitet. Der Grund für die zahlreich erschienenen Einwohner war Punkt 8.5 auf der Tagesordnung. Hinter dem Antrag auf Erstellung eines Bebauungsplans und Anpassung des Flächennutzungsplans verbarg sich das geplante 67 Meter hohe Forschungsinstitut, das Carlo Schmidt, Geschäftsführer der Wind-Projekt Gmbh, in Börgerende realisieren möchte. Doch zu einer Abstimmung der Gemeindevertreter hierüber kam es an diesem Abend nicht. Bürgermeister Horst Hagemeister möchte erst die Meinung der Einwohner zu diesem Projekt einholen, nicht über ihren Kopf entscheiden. Deshalb wurde gestern Abend in dem voll besetzten Treff der Generationen der Punkt vorerst von der Tagesordnung genommen und stattdessen beschlossen, die Bürger in Einwohnerversammlungen ausführlich über das geplante Projekt zu informieren.

Denn Informationsbedarf und Fragen hatten die Anwesenden viele – nur konnten sie diese an diesem Abend nicht mehr stellen, da der Punkt verschoben wurde. „Ich will erst eine Tendenz erkennen, wie die Bürger zu diesem Projekt stehen. Wird die Mehrheit dagegen sein, dann stimme ich dagegen“, betonte Hagemeister vor den aufgeheizten Gemütern.

„Das mit den geplanten Einwohnerversammlungen ist genau richtig“, findet Carlo Schmidt, der von seinem Projekt überzeugt ist. „Ich werde es den Bürgern ausführlich vorstellen. In den letzten Tagen habe ich viel Zuspruch erhalten auch von Leuten, die dem vorher skeptisch gegenüberstanden“, so Schmidt, der es erstmals am Dienstag beim Bauausschuss der Gemeinde präsentierte. Geplant ist ein 67 Meter hohes, 18-stöckiges „Haus der Energien“, das etwa 120 Meter vor dem Deich entstehen soll. Unter dem Dach des Technologiezentrums für Wind- und Solarenergie sowie neue Methoden der Energiespeicherung sollen unter anderem Labore, Büro- und Tagungsräume eingerichtet werden sowie Wohnungen und Hotelzimmer für Institutsmitarbeiter und Tagungsgäste. „Auch eine Wetterwarte soll hier untergebracht werden“, erläutert Schmidt. Dies ist auch der Grund, warum das Projekt ausschließlich so realisiert werden könne. „Nur so können wir zuverlässige Wetterprognosen für die Erzeugung erneuerbarer Energien geben. Daher wird es dieses Projekt nur in dieser Form geben oder nicht“, macht Carlo Schmidt klar.

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