zur Navigation springen

Norddeutsche Neueste Nachrichten

08. Dezember 2016 | 15:18 Uhr

Abfallentsorgung in Rostock : Gebühren ändern sich leicht

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Kosten für kleine Behälter sinken, für große steigen sie. Ziele für den Umgang mit Müll.

Die Bürgerschaft behandelt am 9. November die Änderung der Abfallgebührensatzung (AbfGS). Vorher sind die zuständigen Ausschüsse mit der Vorlage befasst.

„Im Jahr 2017 können die Abfallgebühren für die Einwohner der Hansestadt Rostock bei gleich hoher Entsorgungsqualität im Wesentlichen stabil gehalten werden“, sagt Umweltsenator Holger Matthäus (Grüne). „Die Gesamtkosten belaufen sich auf 16,71 Millionen Euro. Damit abgedeckt sind unter anderem die bewährten Holsysteme mit den farbigen Tonnen vor jeder Haustür, Sonderabholungen für Sperrgut, Grünschnitt oder Elektronikschrott, der Betrieb der vier Recyclinghöfe ebenso wie die Entsorgungskosten bei Weiterbehandlung und Verwertung.“

Die Abfallgebühren setzen sich aus zwei Bestandteilen zusammen, der Behälter- und der Abfallverwertungsgebühr. Erstere ist eine Benutzungsgebühr, stellt die Gegenleistung für die Entsorgung von Haus- und Geschäftsmüll dar und schließt alle damit verbundenen Kosten ein. Maßstab sind das Behältervolumen und, wie häufig entleert wird. Basis für die Berechnung der Jahresgebührensätze für die Behälterarten unter Berücksichtigung der Entleerungshäufigkeit sind die ermittelten Einzelgebührensätze.

Die Abfallverwertungsgebühr ist eine Einheitsgebühr. Als Maßstab gilt die Anzahl der auf dem Grundstück wohnenden Personen. Die Abfallverwertungsgebühr stellt die Gegenleistung für die Entsorgung aller Abfallarten aus Haushalten dar, die von der Stadt einer Wiederverwertung im Stoffkreislauf zugeführt werden, sowie die hierfür notwendigen Leistungen des Vertriebs einschließlich der Recyclinghöfe und der Verwaltung. Die Gebühr umfasst die Entsorgung der Abfallarten Sperrmüll, Bioabfälle (nicht bei Eigenkompostierern), Garten- und Parkabfälle, Papier und Pappe, Elektro- und Elektronikschrott und Schadstoffentsorgung.

Für Abfallbehälter mit 80, 120 und 240 Litern Volumen sinken die Gebühren leicht. Bei 1100 Liter-Behältern steigen die Gebühren 2017 um 0,81 Prozent. Für die wöchentliche Entleerung des Behälters erhöht sich die Jahresgebühr um 7,24 Euro. Die Abfallverwertungsgebühren werden moderat angepasst. Bei Nutzung der Biotonne erhöht sich die Gebühr um 0,90 Euro pro Person und bei Eigenkompostierung um 0,91 Euro pro Person im Jahr.

Die Erhöhungen basieren größtenteils auf der für 2017 tariflich vereinbarten Lohnerhöhung bei der kommunalen Stadtentsorgung Rostock GmbH sowie der Preissteigerung bei der Altpapierentsorgung. „Das Ziel der nächsten Jahre ist eine stärkere Abfallvermeidung und -wiederverwertung in allen Lebensbereichen. Auch international wollen wir uns weiter engagieren, um von unserem guten Management auch andere zu überzeugen“, so Matthäus.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen