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Norddeutsche Neueste Nachrichten

26. August 2016 | 10:31 Uhr

WELTPREMIERE IN ROSTOCK : Filmtraum aus MV erfüllt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Nach zehn Jahren Arbeit ist der Zombie-Streifen „Rage on Stage“ fertig

Er ist fertig: Nach zehn Jahren Arbeit feiern die Macher des „besten Zombie-Films, der je in MV gedreht wurde“ – wie sie ihn halb ironisch, halb ehrlich gemeint betiteln – am 5. Februar die Weltpremiere des Streifens „Rage on Stage“ im Rostocker Mau-Club. Er handelt von einem geheimnisvollen Serum, es geht um viel Geld und es gibt jede Menge Zombie-Action. „Es ist ein großes Katz-und-Maus-Spiel, in dem Zombies Menschen jagen – das Spannende ist das Wie“, sagt Regisseur Mark Sternkiker. Dabei sei die Dramaturgie des Ensemble-Films aus MV mit seinen 16 Figuren weniger entscheidend, als das Herzblut mit dem alle gemeinsam an dem Projekt gearbeitet haben, so Sternkiker.

Begonnen hatten die Dreharbeiten für den 72-minütigen Trash-Film bereits 2006 in Wismar. „Zu Beginn dachten wir, es würde vielleicht zwei Wochen dauern. Daraus wurden – mit Unterbrechungen – plötzlich ganz schnell zwei Jahre“, sagt Sternkiker. Gedreht wurde „an 1000 Orten in Wismar und Rostock, die so teilweise gar nicht mehr existieren“, sagt der Regisseur – im alten Wismarer Theater und einem Rostocker Heizhaus. „Die Protagonisten sind Leute mit gewöhnlichen Jobs. Klempner oder Bauarbeiter, die nach ihrem Acht-Stunden-Job zum Dreh gekommen sind“, sagt der Wismaraner. „Wir alle haben eine Menge Freizeit in den Film gesteckt“, sagt Elena Peltonen. Die Finnin spielt eine der Hauptrollen in „Rage on Stage“, genau genommen zwei: sie ist mal Gangsterin, mal Tänzerin. Bei den turbulenten Dreharbeiten hat Peltonen sich sogar eine Rippe gebrochen. „Es waren harte Zeiten, wir haben wenig geschlafen, aber wir haben es gern gemacht“, so die Finnin, die seit 13 Jahren in Deutschland lebt. Und nicht nur sämtliche Darsteller und das Filmteam stammen aus der Region: Mit Christian Kuzio hat ein Rostocker Musiker den Soundtrack zum Film geliefert.

Finanziert haben das Projekt die Macher und Protagonisten selbst. 2007 war der Film abgedreht. „Und dann lag er lange rum. 92 Stunden Rohmaterial, das geschnitten werden wollte“, so der Regisseur. Viele der Protagonisten waren sich sicher, dass sie den fertigen Streifen nie zu sehen bekommen würden. „Ich wurde oft gefragt, ob er denn noch fertig werde“, sagt Sternkiker. Letztlich habe ihn das schlechte Gewissen angetrieben, das Werk zu beenden – für die Darsteller. Bei der Premierenfeier sollen alle wieder zusammenkommen und den Film erstmals sehen.

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