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Norddeutsche Neueste Nachrichten

29. September 2016 | 22:23 Uhr

Rostock : Feuerwache 10: Die Stadt plant um

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Neubau soll nun an der A 19 entstehen und Stützpunkt im Seehafen aufgegeben werden. Ab 2018 zentrale Ausbildung in der Hansestadt.

Statt am Dierkower Damm soll die neue Feuerwache 10 nun am Autobahnkreuz Hinrichsdorfer Straße gebaut werden. Damit könnte nicht nur die seit Jahren verfehlte Acht-Minuten-Einsatzfrist im Rostocker Nordosten eingehalten werden, auch die Wache im Überseehafen würde überflüssig, erklärt Ordnungssenator Chris Müller (SPD). Im Vergleich zum bisher verfolgten Modell mit vier Wachen werden 20 Mitarbeiter und einige Fahrzeuge weniger benötigt. So führt es der gerade fertiggestellte Brandschutzbedarfsplan auf, über den die Bürgerschaft im November abstimmen soll.

Die Einwohner von Dierkow und Toitenwinkel warten bereits seit Jahren auf den Neubau. Er war schon Bestandteil des Plans von 2008. Doch am Standort Dierkower Damm gab es Probleme mit der Finanzierung und dem Lärmschutz. Jetzt gilt, so Müller: „Wir haben ein geeignetes Grundstück im Eigentum der Stadt gefunden, ohne Wohnbebauung in der Nähe.“ Die fertigen Pläne müssten nur etwas modifiziert und dann schrittweise umgesetzt werden. Das gelte auch für den nebenan zu stationierenden Rettungsdienst. „Durch die Autobahn ist der Standort ideal, weil wir in alle Richtungen ausrücken können“, sagt Müller, der im Dierkower Damm eigentlich schon den Spatenstich für dieses Jahr versprochen hatte.

Die mehrere Millionen Euro umfassenden Kosten muss die Hansestadt voraussichtlich alleine tragen. Sie sollten spätestens im Haushalt 2018 berücksichtigt werden, fordert der Senator. Nur so sei es möglich, die von den Gutachtern der Luelf und Rinke Sicherheitsberatung GmbH empfohlene Baufrist bis 2020 einzuhalten. Die Sanierung der Feuerwache in der Erich-Schlesinger-Straße für mehr als 20 Millionen Euro bleibt davon unberührt. In die Feuerwache See in Groß Klein wird dagegen nicht mehr über deren Erhalt hinaus investiert. Sie soll langfristig aufgegeben, das Feuerlöschboot in den Überseehafen und die freiwillige Feuerwehr an einen besser angeschlossenen Standort verlegt werden.

Bisher finden in Groß Klein auch Teile der Brandmeisterausbildung statt, die ab 2018 für ganz MV in Rostock zentralisiert wird. Auch deren „Verlagerung ist möglich, wir haben die Flächen“, so Johann Edelmann, Leiter des Brandschutz- und Rettungsamtes. Er unterstützt die Ansiedlung der Ausbildung in der Hansestadt: „Wir haben den größten Bedarf. In den nächsten 10 bis 15 Jahren geht fast die Hälfte der Mitarbeiter in Rente.“ Aktuell verteilen sich die 174 Berufsfeuerwehrleute auf die drei Wachen in der Südstadt, in Lütten Klein und im Seehafen. Für den Weg nach Dierkow und Toitenwinkel benötigen sie laut Edelmann derzeit noch zehn bis zwölf Minuten.

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erstellt am 22.Sep.2016 | 05:00 Uhr

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