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Norddeutsche Neueste Nachrichten

26. August 2016 | 14:00 Uhr

Brandunglück in Rostock : Feuer zerstört Haus junger Familie

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Freunde und Bekannte wollen Opfern helfen. Förderverein ruft zu Spenden beim Tannenbaumverbrennen auf

Es ist vermutlich eine fehlgeleitete Rakete gewesen, die in der Silvesternacht das Haus einer Gehlsdorfer Familie in Brand gesetzt und völlig unbewohnbar gemacht hat. Die Eltern, der dreijährige Sohn sowie der fünf Monate alte Säugling waren zum Zeitpunkt des Unglücks zwar nicht zu Hause, sitzen durch den Brand im Blockweg aber auf der Straße. „Sie sind zwischenzeitlich bei ihren Eltern untergekommen“, sagt die Gehlsdorferin Anja Strehlau, eine Freundin der Familie. Doch auf Dauer sei das keine Lösung. „Mit vier Personen wohnen sie momentan in einem Raum“, so Strehlau.

Seit dem Unglück liegt die Welt der jungen Familie in Trümmern: „Sie sind wie gelähmt“, sagt die Gehlsdorferin, die sich für die Betroffenen engagiert. Sie habe sich bereits an Baumärkte gewandt, denn das Haus muss komplett neu aufgebaut werden. „Wenn man im Flur steht und nach oben schaut, kann man den Himmel sehen – haben sie erzählt“, so Anja Strehlau. Bevor die Familie von der Versicherung Geld für den Wiederaufbau bekommt, müsse die Brandursache geklärt werden. „Dann müssen sie erst neue Bauanträge stellen, die genehmigt werden müssen. Wenn es schlecht läuft, dauert es bis zu einem Jahr, bis sie ihr Haus wieder beziehen können“, so die Rostockerin. Bis dahin brauche die Familie jedoch eine Bleibe. „Sie sind bereits auf Wohnungssuche und wollen gern im Viertel bleiben, da alle ihre sozialen Kontakte hier sind“, sagt Strehlau.

Um der Gehlsdorfer Famile in der Zwischenzeit finanziell unter die Arme zu greifen, hat der Förderverein Feuer und Flamme der Freiwilligen Feuerwehr des Viertels ein Spendenkonto eingerichtet. „Viele Kameraden waren am Silvesterabend selbst dabei“, sagt der Vereinsvorsitzende Ronny Kluth. „Das ist schon hart, wenn man da reinstürmt und so ein kleines Babybett dort stehen sieht. Gott sei Dank war es leer“, so Kluth. Einige Spendengelder seien bereits auf dem Konto eingegangen, aber am Sonnabend sollen es noch viel mehr werden: „Wir haben entschieden, alle Einnahmen unseres jährlichen Tannenbaumverbrennens der Familie spenden zu wollen“, so der Vereinsvorsitzende. Die Hilfsaktion beginnt um 18 Uhr am Fähranleger.

Spendenkonto Familie Denck

IBAN: DE5413050000201133440
BIC: NOLADE21ROS

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erstellt am 14.Jan.2016 | 08:00 Uhr

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