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Norddeutsche Neueste Nachrichten

27. August 2016 | 19:00 Uhr

Straßenbau Rostock : Es wird ein Jahr lang eng auf der Steintor-Kreuzung

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Stadt investiert 2,3 Millionen Euro für bessere Wegebeziehungen und mehr Sicherheit.

Es wird die wohl größte Baustelle seit Mühlendamm und Vorpommernbrücke. Noch in diesem Jahr soll der Bau rund um die Steintor-Kreuzung beginnen und damit eine Hauptverkehrsader der Innenstadt stark beeinträchtigen.

Beim Bau sollen neue Abbiegeoptionen für Ernst-Barlach-, Richard-Wagner-, Stein- und August-Bebel-Straße entstehen – für Pkw wie für Radfahrer. Für sie soll es Schutzstreifen geben und die unübersichtliche Kreuzung entwirrt und damit sicherer gestaltet werden. „Das Ziel der Maßnahme ist, dass jeder Verkehrsteilnehmer einen eigenen Verkehrsraum bekommt“, sagt Stephan Harloff vom beauftragten Dorsch Planungsbüro. Das Opfer, damit die Kreuzung für alle Verkehrsteilnehmer sicherer wird, ist die einjährige Bauzeit. „Stadtauswärts müssen immer zwei Fahrstreifen erhalten bleiben“, sagt Harloff, stadteinwärts einer. Dass das für alle Baubereiche ambitioniert ist, weiß auch er. Aber die Anforderung ist hoch. „Es ist eine Hauptschlagader der Hansestadt“, ergänzt Gerd Stolle von der Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung, Stadtentwicklung und Wohnungsbau (RGS), die den Bau für die Stadt beauftragt und koordiniert. Über Wochenendarbeit und verlängerte Arbeitszeiten bei den zu beauftragenden Baufirmen soll die anvisierte Bauzeit kurz gehalten werden. Kostenpunkt: 2,3 Millionen. Dafür beantragt die RGS Landeszuschüsse.

Nicht enthalten: die Kosten für die geplante Verlegung der Haltstelle in der Richard-Wagner-Straße auf Höhe Steintor. „Das Ziel ist die Bündelung der Umsteigebeziehungen untereinander“, sagt Harloff – zur Reduzierung des querenden Fußgängerverkehrs. Den Kostenplan für diese Maßnahme stellen RSAG und Tief- und Hafenbauamt auf. „Die Kreuzung ist unübersichtlich und gibt einem, der sich nicht auskennt, Rätsel auf“, sagt Torsten Hohberg aus dem Ortsbeirat Stadtmitte. Er plädiert daher, insbesondere für die Radwege, die Wegeführung klar zu kennzeichnen. Dass es einen Rotblitzer geben wird, der den Grünsog, das Gasgeben, um es noch rüber zu schaffen, stoppt, ist eher unwahrscheinlich. Das entscheidet nicht die Stadt selbst, sondern das Landesamt und zwar nur für besondere Unfallschwerpunkte. Sicherer als jetzt werde die Kreuzung auf jeden Fall, so Harloff. Und: „Die Durchlässigkeit erhöht sich nachweisbar“, so der städtische Verkehrsplaner Christian Pagenkopf.

Ernst-Barlach-Straße

Die zwei Linksabbiegespuren Richtung Hauptbahnhof und die zwei Fahrstreifen Richtung Deutsche Med bleiben erhalten – einer davon mit Rechtsabbiegeoption. Auf der Nordseite der Straße soll ein Radfahrstreifen eingerichtet werden, der Gehweg bleibt. Der Radweg auf der anderen Seite wird auch zum Streifen, der Gehweg erweitert. Der befestigte Mittelstreifen wird begrünt, mit Bäumen bepflanzt und verlängert, um den Verkehr besser in den Knotenpunkt zu führen. Der Fußgängerüberweg am Mittelstreifen rückt dichter zur Kreuzung.

Richard-Wagner-Straße

Bisher verlaufen durch die Straße Richtung Steintor eine Geradeaus-, Links- und eine Rechtsabbiegespur. Um der Verkehrsbelastung gerechter zu werden, sollen künftig zwei Spuren stadtauswärts, also nach rechts führen, und eine geradeaus mit Linksabbiegeoption. Auf der Westseite soll ein neuer Radfahrstreifen eingerichtet werden. Der Gehweg wird dafür schmaler. Auf der Ostseite führt ein kombinierter Fahrradstreifen Richtung Zentrum geradeaus und nach links in die August-Bebel-Straße. Die Nebenanlagen werden verkleinert, die Gehwege erneuert.

August-Bebel-Straße

Es bleiben zwei Fahrstreifen stadteinwärts und drei stadtauswärts, davon eine Linksabbiegespur. Der links abbiegende Radverkehr erhält einen Schutzstreifen. Auf der Mittelinsel werden Bäume gepflanzt.

Steinstraße

In der Steinstraße entsteht ein zusätzlicher Rechtsabbiegestreifen für den Pkw-Vekehr. Der Radfahrstreifen dort wird zum Schutzstreifen ummarkiert und noch ein Linksabbiegeschutzstreifen eingerichtet. Die Fußgängerfurt bleibt weiterhin im Knotenpunkt.

Zwischen Bahnhof- und Bleicherstraße

Die Barlachbrücke ist von der Planung ausgeschlossen. Die beiden Fahrstreifen stadtauswärts bleiben. Höhe Bahnhofstraße entsteht eine neue Ampel für Fußgänger. In der Bleicherstraße ändert sich die Fahrbeziehung nicht. Allerdings soll man nicht mehr links in die Straße einbiegen können. Stadteinwärts fahrende Radler dürfen den Radweg auf der Nordseite mitbenutzen, müssen die Gleisanlagen queren und dann auf dem neuen Radfahrstreifen weiterfahren. Die Fahrradbeziehung stadtauswärts bleibt erhalten. Hinter der Einmündung Bahnhofstraße bis Am Bagehl werden die Gehwege auf beiden Seiten erneuert und verbreitert. Die Bushaltestelle wird ausgebaut und behindertengerecht gestaltet. Für mehr Barrierefreiheit entsteht auch am Kuhtor eine Rampe. Zusätzlich soll es eine Treppe geben.

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erstellt am 18.Jan.2016 | 12:00 Uhr

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