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Norddeutsche Neueste Nachrichten

11. Dezember 2016 | 01:17 Uhr

Universität Rostock : Erstsemester sind oben angekommen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Mehr als die Hälfte der neuen Studenten stammt von außerhalb Mecklenburg-Vorpommerns. Alma Mater präsentiert ihre Vielfalt beim Campustag in der Ulmenstraße.

Die wichtigste Lektion fürs Studium haben die 3196 Rostocker Erstsemester gestern gleich früh gelernt: Zeitiges Kommen sichert die besten Plätze. Denn auch wer pünktlich um 9 Uhr zum Beginn des Campustages im Audimax eintraf, musste mit dem Boden oder den Treppen vorliebnehmen.

„Jetzt heißt es sicher wieder, dass unsere Hörsäle nicht ausreichen“, kommentierte Wolfgang Schareck das Bild, das sich ihm vom Rednerpult aus bot. Dabei kann sich der Rektor freuen, dass sich die älteste Universität im Ostseeraum solch einer Beliebtheit erfreut. „Sie haben gut gewählt – die beste Uni, die Sie nehmen konnten. Am Meer und mit der besten Mensa in Deutschland“, nannte Schareck weitere Erfolgsfaktoren der Hochschule neben ihrer Fächervielfalt.

Der gute Ruf der Rostocker Universität scheint sich über die Landesgrenzen hinaus herumgesprochen zu haben, wie eine kleine Umfrage des Rektors ergab. Mit Handzeichen sollten sich diejenigen melden, die nicht aus MV zum Studium nach Rostock gekommen sind – deutlich mehr als die Hälfte der Anwesenden.

Darunter waren auch Katharina Moesenthin aus Magdeburg, Alica Henselin aus Celle und Lara Michelsen aus Lübeck. Die drei jungen Frauen – alle frisch gebackene Medizin-Studentinnen – kennen sich, weil sie im gleichen Haus wohnen. „Wir hatten heute schon die erste Vorlesung, einen Latein-Sprachkurs. Danach sind wir direkt zum Campustag gekommen“, sagt Katharina. Für sie hat die Rostocker Universität eine besondere Bedeutung: „Meine Eltern haben schon hier studiert, daher kannte ich die Stadt und fühle mich hier wohl“, sagt die 18-Jährige. „Und die Ostsee reizt natürlich auch“, ergänzt Lara.

Mit Aufregung, Schreibblock, Stift und Kaffeebechern verfolgten die Erstsemester im Audimax gestern früh die zahlreichen Redner. Jeder machte sie dabei auf die Vielfalt an Möglichkeiten aufmerksam, die die Alma Mater der Hansestadt bietet: 115 verschiedene Angebote beim Unisport von Aquafitness bis Zumba, verschiedenste Sprachkurse, die Möglichkeit von Auslandsaufenhalten an mehr als 200 europäischen und fast 60 internationalen Partnerunis. Außerdem erfuhren die Erstsemester, an welchen Standorten die Unibibliothek ihre 2,3 Millionen Printbestände und 600 000 Medieneinheiten bereit hält.

„Universität ist die Gemeinschaft von Lehrenden und Lernenden. Es ist nicht das hierarchische Gefälle des Professors auf der einen Seite und des Studenten auf der anderen. Der Professor lernt von ihnen genau so viel, wie sie von ihm lernen“, regte Schareck die Erstsemester zum selbstbewussten Auftreten, Fragen, Diskutieren und Forschen an. Die Schlussworte hatte Marcus Neick, der als studentischer Prorektor im höchsten Gremium der Hochschule mitwirkt. Dieses Amt sei in Deutschland einmalig und die studentische Mitbestimmung in Rostock hoch. Um das zu erhalten, ermunterte er die Erstsemester, sich zu engagieren. Zumindest bei den Wahlen, denn die Beteiligung der Studenten an den Wahlen ihrer Vertreter sei ziemlich gering.

Nach der Flut an Informationen folgte auf dem Ulmencampus die Flut an Geschenken. Einrichtungen und Abteilungen der Uni hatten dort genau so ihre Stände aufgebaut wie Sportvereine, Clubs, Kneipen, Hilfsverbände, Parteien und Gewerkschaften. Auch die Norddeutschen Neuesten Nachrichten waren mit einem Stand vertreten und sehr begehrt. Nicht nur Erstsemester konnten vor Ort schätzen, wie viele Zeitungen sich auf einem Stapel befanden und damit einen Gutschein für einen Elektronikmarkt gewinnen. Direkt zum Mitnehmen gab es eine Tüte mit der aktuellen Zeitung, Block, Stift und einem Getränk.

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erstellt am 05.Okt.2016 | 05:00 Uhr

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