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Norddeutsche Neueste Nachrichten

26. September 2016 | 19:18 Uhr

Reddelich : Erneut Schafe gerissen: War es ein Wolf?

vom

Erneut sind in Mecklenburg-Vorpommern Schafe gerissen worden. Ob Wölfe oder Hunde die Angreifer waren, müssen Untersuchungen zeigen.

Wolf oder Hund? Acht Schafe sind in Reddelich (Landkreis Rostock) gerissen worden. Zwei weitere wurden verletzt. Eine Untersuchung soll Klarheit darüber bringen, ob ein Wolf die Tiere angegriffen hat oder ob es Hunde waren, teilte ein Sprecher des Agrarministeriums in Schwerin am Donnerstag mit.

Die getöteten Schafe zu untersuchen sei zunächst schwierig gewesen, da sie gefroren waren. Die Schafe, die in der Nacht vom Dienstag zum Mittwoch gerissen wurden, seien zur Untersuchung ins Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) gebracht worden. Zudem würden Genetik-Proben genommen und zur Untersuchung an das Referenzlabor für Wolfsgenetik, das Senckenberg Institut Gelnhausen, gegeben.

Es gebe viele Indizien, die für Hunde als Verursacher sprechen, hieß es im Ministerium. Sollte dennoch ein Wolf als Übeltäter festgestellt wird, müsste es sich um einen durchziehenden Wolf handeln. Der Landkreis Rostock gehört nicht zu dem Gebiet, in dem die Tierhalter besondere Schutzvorkehrungen treffen müssen. Wolfsrudel leben in der Lübtheener Heide (Kreis Ludwigslust-Parchim) und in der Ueckermünder Heide (Vorpommern-Greifswald).

Die agrarpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Beate Schlupp, forderte, Mecklenburg-Vorpommern flächendeckend zum „Wolfsgebiet“ zu erklären. Nur dort sei eine Förderung von Präventionsmaßnahmen gegen Wolfsübergriffe möglich. Bei der Entwicklung des Wolfsbestandes in den zurückliegenden Jahren sei davon auszugehen, dass sich im gesamten Land Wölfe aufhalten.

Erst Ende Dezember waren in Volzrade bei Lübtheen zehn Schafe in einem Nachtpferch gerissen worden. Gutachter hatten eindeutig Wölfe als Verursacher ausgemacht.   

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erstellt am 07.Jan.2016 | 12:54 Uhr

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