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Norddeutsche Neueste Nachrichten

10. Dezember 2016 | 06:06 Uhr

Schwerer Unfall bei Rostock : Drei Ponys auf A19 von Lkw erfasst

vom

Lkw-Fahrer kann schwer beschädigten Sattelzug auf Seitenstreifen stoppen. Alle drei Pferde sind sofort tot. A19 stundenlang voll gesperrt

Immer wieder kommt es gerade in der dunklen Jahreszeit zu gefährlichen Situationen zwischen Mensch und Natur, wenn Tiere die Fahrbahn kreuzen. Wildschweine, Rehe und Füchse tauchen plötzlich im Scheinwerferlicht auf und eine Reaktion ist dann zumeist zu spät.

Keine Chance mehr, überhaupt noch zu reagieren, hatte ein Lkw-Fahrer Freitag früh auf der Autobahn 19. Der Mann war mit seinem Sattelzug zwischen Rostock-Nord und dem Seehafen unterwegs, wo er eigentlich die Fähre bekommen wollte. Über den Verkehrsfunk im Radio wurde bereits vor Tieren auf der Fahrbahn gewarnt, dennoch hatte der Mann nicht mit dem gerechnet, was er auf einmal erblickte.

Drei Ponys standen auf einmal auf seiner Spur, ein Ausweichmanöver war zwecklos. Frontal erfasste der 40-Tonner die Tiere und überrollte sie. Schwer beschädigt rollte der Sattelzug auf dem Standstreifen aus, der Fahrer kletterte unverletzt aus der Kabine. Auf der Autobahn lagen die Kadaver der toten Tiere verstreut. Die Polizei sperrte sofort die Bahn. Kurze Zeit später rückte die Feuerwehr an.

Während die Polizeibeamten bereits auf Anfahrt waren, weil sie die Tiere eigentlich einfangen wollten und über Funk dann von dem Unglück erfuhren, musste die Feuerwehr für die Aufräumarbeiten schweres Gerät auffahren. Mit einem Muldenkipper wurden die toten Tiere in einen Container verladen. Im Anschluss spritzten die Kameraden die Fahrbahn mit Wasser ab, um die letzten Überreste zu entfernen. Die Autobahn war deshalb für mehrere Stunden voll gesperrt.

In den weiteren Ermittlungen konnten die Beamten eine nahe Koppel ausmachen, von der die Tiere ausgebrochen waren. Unklar ist derzeit, was die Pferde so verschreckte hatte, dass sie offensichtlich in Panik den Zaun überwanden und auf die Autobahn rannten.

Die Ermittlungen zum Unfall dauern an.

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erstellt am 04.Nov.2016 | 07:49 Uhr

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