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Norddeutsche Neueste Nachrichten

04. Dezember 2016 | 02:54 Uhr

Flugsimulator : Der Countdown zum Abflug läuft

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Rostocker legen letzte Hand an ihren Flugsimulator. Cockpit und Kabine der Boeing 737 fertiggestellt. Eröffnungsfeier am 19. Oktober.

Der Countdown läuft. Noch T minus acht Tage bis Rostocker und Besucher von einem Flughafen mitten in der Stadt abheben können – zumindest scheinbar. Denn der täuschend echte Flugsimulator, an dem die Computerspezialisten Andreas und Stefan Schwart seit Monaten gewerkelt haben, ist fast fertig. „Am 19. Oktober feiern wir die große Eröffnung mit Gästen aus Politik und Wirtschaft – sogar der Oberbürgermeister hat sich angekündigt“, sagt Andreas Schwart. Dann soll der Traum vom Fliegen für die Kunden wahr werden.

Für eine sechsstellige Summe haben die Männer Cockpit und Kabine einer echten Boeing 737-800 originalgetreu nachgebaut. „Wir haben die beste Soft- und Hardware, die es aktuell auf dem Markt gibt“, sagt IT-Fachmann Stefan Schwart. Drei Großrechner simulieren den Passagierflug. Mit drei Hochleistungsbeamern wird das Bild auf das 210-Grad-Rundumsichtsystem geworfen – Soundeffekte machen das Erlebnis komplett. „Wir können 24 000 Flughäfen in aller Welt simulieren, jede Tageszeit und jedes Wetter“, erklärt Schwart. Der Clou: Das Programm zeigt nicht nur die Flughäfen, sondern auch die Städte: „So kann man zum Beispiel in Laage starten und eine Runde über Rostock drehen. Man sieht die Petrikirche, das Ostseestadion, die Werften – alles extrem realitätsnah“, schwärmt Schwart.

Die Bedienung ist kinderleicht: „Um die Nase hochzukriegen, musst du das Steuer zu dir ziehen. Nach vorn drücken, um zu sinken“, erklärt Instruktor Stefan Schwart. „Gelenkt wird nach links und rechts wie beim Auto – nur dass man nach der Kurve wieder aussteuern muss, sonst behält die Maschine die Querlage bei“, so der Fachmann. Eine Einzelstunde kostet 139 Euro inklusive einer Einführung mit einem der extra angeheuerten Piloten oder Instruktoren.

Auch in der Kabine mit den 15 Sitzen gibt es alles, was echte Passagiere an Bord erleben – First Class natürlich. „Wir haben eine Bordküche und -toilette. Bei Events wird es Fingerfood, Bier, Sekt und natürlich Tomatensaft geben“, sagt Andreas Schwart – alles Produkte aus der Region. Für die Team-Abende stehen den Besuchern sogar Stewardessen zur Verfügung, die sich um den Service an Bord kümmern. Öffnen wird der erste öffentliche Flugsimulator MVs täglich von 10 Uhr bis open End, sonntags und für Events auf Anfrage.

Aber die Männer wollen nicht nur Freizeitspaß anbieten, sondern auch einen Bildungsauftrag erfüllen: „Wir sind an das Staatliche Schulamt und das Bildungsministerium herangetreten, denn wir wollen Schüler der 8. bis 10. Klassen die Möglichkeit geben, im Rahmen des AWT-Unterrichts hier bei uns etwas zu lernen“, sagt der medienverantwortliche Udo Klingenberg. So sollen dem Nachwuchs auf anschauliche Weise wichtige Zusammenhänge der Meteorologie, Navigation und Avionik vermittelt werden.

Die Nachfrage ist bereits vor der Eröffnung riesig: „Wir haben schon jetzt Buchungen für eine Jugendweihe im nächsten Jahr“, sagt Flug-Instruktor Andreas Schwart zufrieden.

Internet: flugsimulator-rostock.de

Buchungen vor Ort bei MV-IT-Systeme, Bertolt-Brecht-Straße 17, unter Telefon: 0381/37 59 99 84 oder per E-Mail an: info@fs-rostock.de

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