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Norddeutsche Neueste Nachrichten

27. Juli 2016 | 21:13 Uhr

Mammutprojekt : Bestätigt: Zentrum für Behörden

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Landtag gibt Geld für Umbau der Blücherstraße frei

Bis voraussichtlich 2020 soll das ehemalige Polizeirevier in der Blücherstraße zum neuen Landesbehördenzentrum umgebaut werden. Das Land als Eigentümer der Immobilie will so seine Mietkosten für andere Standorte senken. Einziehen werden unter anderem einige bisher in der Erich-Schlesinger-Straße 35 angesiedelte Dienststellen. Zu diesen zählen etwa das Landesamt für Gesundheit und Soziales und das Landesamt für Straßenbau und Verkehr MV mit ihren Mitarbeitern. Neue Mieter werden zudem das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg sowie das Amt für Raumordnung und Landesplanung Mittleres Mecklenburg.

„Im Landeshaushalt 2016/17 ist das Bauprojekt bereits eingestellt“, sagt Christian Hoffmann, Sprecher des zuständigen Betriebs für Bau und Liegenschaften (BBL) MV. Der Landtag hatte den Etat und damit auch das Vorhaben in Rostock im Dezember bestätigt. Für die Vorplanung im laufenden Jahr sind demnach 100 000 Euro, für die Hauptplanung im kommenden Jahr 500 000 Euro reserviert. „Die Gesamtkosten liegen bei rund 30 Millionen Euro“, so Hoffmann. Fast 5,6 Millionen Euro davon sind für Honorar eingeplant, sodass knapp 24,2 Millionen Euro als reine Baukosten übrig bleiben.

Laut Haushaltsplan ist vorgesehen, die Bestandsgebäude mit den Hausnummern 1 bis 3 komplett zu sanieren. Darüber hinaus werde noch ein Neubau auf dem Gelände errichtet. In Zukunft könnten noch weitere Gebäude folgen: „Der Standort hat Entwicklungspotenzial“, heißt es in der Beschreibung des Projekts im Haushalt.

Die jetzt anvisierten Bauarbeiten sollen 2018 starten. „Die Planungen laufen“, so Hoffmann. Diese umfassen neben den reinen Bauarbeiten auch die anschließende sach- und fachgerechte Unterbringung der neuen Mieter. Außerdem sichert Hoffmann zu: „Die Sanierung wird unter anderem unter Beachtung des Denkmalschutzes erfolgen – somit wird das markante Gebäude im Zentrum Rostocks erhalten bleiben.“ Der Komplex ist ein 1950er-Jahre Bau des sozialistischen Klassizismus mit Elementen der Backsteingotik.

Spekulationen, denen zufolge die ehemalige Polizeiwache zur Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge werden könnte, sind mit dem bestätigten Haushalt endgültig vom Tisch. Auch als vorübergehende Notunterkunft war das Gebäude nicht vom Land freigegeben worden, weil es die Anforderungen an den Brandschutz nicht erfüllt hatte.

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erstellt am 05.Jan.2016 | 08:00 Uhr

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