zur Navigation springen

Norddeutsche Neueste Nachrichten

09. Dezember 2016 | 10:44 Uhr

Rostocker Zoo : Beliebte Einrichtung passt Preise an

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Kleines Familienticket gestrichen. Eintritt für Kinder ab vier Jahren bleibt.

Die gute Nachricht vorweg: Der Rostocker Zoo wird seine Eintrittspreise zum Jahr 2017 nicht erhöhen. Das geht aus einer Informationsvorlage für die Bürgerschaft hervor, die Gesellschaftervertreter Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) zusammen mit den Geschäftsführern des Zoos rund um Direktor Udo Nagel erarbeitet hat.


Besucher kombinierten Tickets, um zu sparen


Allerdings wird ab 2017 die gerade erst eingeführte „kleine Familienkarte“ für einen Erwachsene und zwei Kinder ersatzlos gestrichen. Hintergrund dafür sei, dass die Besucher durch die Kombination verschiedener Angebote den ausschlaggebenden sozialen Aspekt – die Unterstützung Alleinerziehender – unterwandert hätten, heißt es in dem Papier. So konnten die Besucher knappe neun Euro sparen, indem sie zur kleinen Familienkarte eine Tageskarte für Erwachsene hinzukauften, anstatt das große Familienticket zu lösen. Dessen Höhe bleibt 2017 genauso konstant wie alle anderen Eintrittspreise. Zudem kommen Kinder mit Warnowpass künftig für zwei Euro weniger pro Tag in den Zoo.

Den Auftrag, alternative Preisstrukturen zu entwickeln, hatten Zoo und Hansestadt bereits Anfang März von der Bürgerschaft erhalten. Die hatte sich eingeschaltet, als bekannt geworden war, dass der Eintritt auch für Kinder ab vier Jahren kostenpflichtig werden und sich zudem um 1,50 Euro erhöhen würde. Zuvor kamen Kinder unter sieben Jahren kostenfrei in die Anlage im Barnstorfer Wald.

Die Erhöhung sei notwendig geworden, um unter anderem den Neubau des Polariums zu finanzieren. Das 10-Millionen-Euro-Projekt soll ab 2018 das neue Quartier für Eisbären und Pinguine werden. Trotz der neuen Preisstruktur hätten 2016 im Vergleich zum Vorjahr 26 000 Kinder mehr den Zoo besucht. Nicht zuletzt dadurch seien die prognostizierten Zusatzeinnahmen von 200 000 Euro erfüllt – sogar übertroffen worden.


Zwei Drittel der Erlöse fließen im Sommer


Generell sollen Zoo-Besuche für die Rostocker laut Gesellschafter Methling und den Geschäftsführern vor allem durch die Nutzung einer Jahreskarte finanzierbar sein. Dem gegenüber steht die Tatsache, dass zwei Drittel der Umsätze durch die Tageskarten in den Sommermonaten generiert werden. Insgesamt würden 84 Prozent der Einnahmen durch Eintrittsgelder in die Kassen fließen. Die Stadt wolle ihre Zuschüsse in den nächsten Jahren auf etwa 3,6 Millionen Euro deckeln.

zur Startseite

von
erstellt am 26.Nov.2016 | 08:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen