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Norddeutsche Neueste Nachrichten

25. August 2016 | 04:47 Uhr

Hansa Rostock : Bei Platje ist der Knoten geplatzt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Hansa-Stürmer trifft gegen Wehen Wiesbaden zur Führung. Der Holländer ist ein Teamplayer und Familienmensch

Der Tor-Knoten ist geplatzt. Beim 4:0-Sieg über den SV Wehen Wiesbaden hat Melvin Platje endlich seinen ersten Treffer für den Fußball-Drittligisten FC Hansa Rostock erzielt. Der Stürmer, der zur Winterpause aus der 2. französischen Liga (Stade Brest) an die Ostseeküste wechselte, erzielte das richtungweisende 1:0. „Fürs Team war es wichtig, dass ich getroffen habe, aber vor allem, dass wir gewinnen konnten. Es war ein gutes Spiel von uns allen. Die Fans konnten die Partie genießen, wir auch ein bisschen. Jetzt liegt der Fokus aber schon auf Dresden“, sagt Melvin Platje.

Der 27-Jährige war zuletzt ein kleiner Weltenbummler. Nachdem er lange Zeit bei holländischen Vereinen aktiv war, spielte der Angreifer vor seinem Wechsel aus Frankreich nach Rostock auch in Kasachstan und Schweden. „Ich bin neu hier in Deutschland, und der Fußball ist schon anders im Vergleich zu Holland oder Frankreich. Hier gibt es mehr hohe Bälle, muss man mehr kämpfen und laufen. Ich versuche, das zu erfüllen und dem Team zu helfen. Ich denke auch, dass es Schritt für Schritt besser wird. Ich habe jetzt fünfmal in der ersten Elf gestanden, und wir gewannen viermal“, so Platje selbstbewusst.

Auch die Abstimmung mit Sturm-Partner Marcel Ziemer wird immer besser: „Wir verstehen uns gut, helfen
einander und kreieren Chancen. ,Cello’ hat einige tolle
Tore erzielt. Es wäre gut für uns, wenn das so weitergehen würde.“

Am Sonnabend in Dresden muss Platje jedoch auf seinen kongenialen Partie verzichten. Ziemer ist wegen der fünften gelben Karte gesperrt. Angst vor Dynamo und den
30 000 Fans im Stadion hat der Neu-Rostocker deswegen aber nicht. „Ich habe in Holland vor 40 000 und 50 000 Leuten gespielt. Dresden ist zwar die Nummer eins, und das wird auch seine Gründe haben, doch wenn wir so auftreten wie am vergangenen Wochenende und jeder für den anderen kämpft, dann ist es möglich, dass wir auch dort etwas holen. Wir haben durch die Siege in den vergangenen Spielen eine Menge Selbstvertrauen. Die Stimmung innerhalb der Mannschaft ist gut.“

Mit einer persönlichen Tor-Prognose hält sich Platje zurück: „In dieser Saison zählt nur der Klassenerhalt. Vor der nächsten können wir noch einmal darüber sprechen.

Ganz wichtig für Melvin Platje ist seine Familie mit Ehefrau Caroline und den beiden Söhnen Milan (vier Jahre) und Noel (anderthalb). Zur Zeit wohnt das Quartett noch in einer Ferienwohnung. „Zur neuen Saison wollen wir uns dann aber etwas Festes suchen“, verrät der Familienvater. „Ohne sie kann ich nicht leben. Sie müssen immer mitkommen. Wenn sie da sind, habe ich ein gutes Gefühl.“

 

 

 

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erstellt am 17.Mär.2016 | 08:00 Uhr

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