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Norddeutsche Neueste Nachrichten

08. Dezember 2016 | 08:59 Uhr

Lehre : Azubis stellen Arbeit im OP vor

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Schnuppertag am Klinikum: Zahlreiche Jugendliche informieren sich über die Ausbildung zu Medizinischen Fachassistenten

Davon, dass im Operationssaal nicht nur Chirurgen eine wichtige Rolle spielen, sondern auch deren Assistenten, konnten sich Schüler am Sonnabend im Universitätsklinikum überzeugen. Dort standen den wissbegierigen Jugendlichen Auszubildende der Schule für Operationstechnische und Anästhesietechnische Assistenz Rede und Antwort.

„Für die Einleitung der Narkose musst du den Kreuzgriff anwenden, um den Kiefer auseinanderzudrücken“, erklärt Christin-Noel Cappallo anschaulich. Die angehende Anästhesietechnische Assistentin (ATA) ist Auszubildende im dritten Lehrjahr und weiß genau, warum sie sich für die Lehre entschieden hat. „Es ist eine sehr anspruchsvolle und abwechslungsreiche Arbeit“, sagt sie. Ihr Tätigkeitsfeld reiche von der individuellen Medikation für die Narkose über die richtige Beatmung bis hin zur psychologischen Betreuung im Aufwachraum, so Cappallo. Seit 2009 werden am Uniklinikum jedes Jahr Medizinische Fachassistenten erfolgreich ausgebildet.

Auch die 18-jährige Schülerin Gina Hackbusch hat ihre Bewerbung bereits abgeschickt – für die Ausbildung als Operationstechnische Assistentin (OTA). Was sie in dem Beruf erwartet, weiß die Gymnasiastin aus Ferdinandshof bereits aus einem Praktikum: „Die Arbeit im OP ist etwas ganz Besonderes. Man hat sehr viel Verantwortung für die Patienten“, berichtet Gina, die zum Informationstag nach Rostock gekommen ist, um ihren Berufswunsch weiter zu festigen.

Ziel ist es, laut Schulleiter Niels Behlau, den Jugendlichen einen anschaulichen Einblick in den OP-Alltag zu verschaffen. „Wir kümmern uns um die ganze Vor- und Nachbereitung eines Eingriffs“, erklärt OTA-Schüler Frank Meyer. „Das Wichtigste ist natürlich, dass immer alles steril ist“, unterstreicht der Auszubildende im dritten Lehrjahr. Seine Aufgabe sei es, die richtige Anzahl der Instrumente und Hilfsmittel wie Tupfer bereitzustellen.

Langweilig werde es im OP nie: „Es ist ein technisch anspruchsvoller Job und man lernt nie aus, sondern bildet sich immer weiter – nach dem neuesten Stand der Technik“, sagt der OTA-Azubi Frank Meyer.

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