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Norddeutsche Neueste Nachrichten

25. Oktober 2014 | 13:51 Uhr

Ausflug in das grüne Klassenzimmer

vom

Graal-Müritz | Im Wald des Ostseeheilbades ist ein Wildschwein im Unterholz gesichtet worden. Allerdings muss vor dem Keiler niemand Angst haben, denn er ist aus Holz und gehört zur 300 Quadratmeter großen Erlebniswelt Küstenwald, die gestern am Vollrath-Kirsch-Weg eingeweiht wurde. Fünftklässler der Greenhouse-School probierten als Erste das Angebot aus, riefen in die Klangröhren, entdeckten den Wald durch die Gucklöcher und sprangen auf die hölzerne Bodenwippe, aus der Pfeifgeräusche tönen.

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Erlebnisprojekt kostet 100 000 Euro

"Ich bin begeistert, nicht nur weil das alles so schön und einladend aussieht", sagt Schulleiterin Hilla Pedersen. Für die Kinder sei es wichtig, die Natur nicht nur in Büchern, sondern auch in der Realität zu erleben. Das wäre an der Privatschule bisher immer bei Wandertagen in den Wald oder an den Strand erfolgt. "Aber wir werden nach den Ferien jetzt sicher ganz intensiv das neue grüne Klassenzimmer nutzen", sagt die Pädagogin und blickt dabei auf die 30 Sitzgelegenheiten, die in runder Form angelegt und Teil der Erlebniswelt sind.

"Vor allem, weil in der fünften Klasse nicht nur die Wirbeltiere zum Lehrplan gehören, sondern auch der Wald", ergänzt Kay Ruttloff, der Biologie, Geografie und Chemie unterrichtet und von der neuen Spiel- und Lernfläche ebenfalls begeistert ist.

Rund 100 000 Euro wurden dafür investiert. Die Gemeinde zahlt ein Viertel und übernimmt die Bewirtschaftung der Anlage, der Rest der Investitionskosten sind Fördermittel aus dem Leader-Programm sowie vom Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umweltschutz Mittleres Mecklenburg (Stalumm). Die Idee zur Erlebniswelt stammt vom Ingenieurbüro Biota, das 2010 ein Gesamtkonzept "Natur erleben Graal-Müritz" erarbeitet hat. Mit der gestern eingeweihten Erlebniswelt Küstenwald wurde nun ein neuer Anziehungspunkt für Einheimische und Touristen geschaffen. "Dass so viele Ideen umgesetzt werden, ist nicht alltäglich", sagte Johanna Schentschischin von Biota erfreut.

Und die Gemeinde plant schon das nächste Projekt. Ein Fördermittelantrag für den Ostseelehrpfad wurde bereits gestellt. "Das sind acht Schautafeln, die sich mit der Ostsee beschäftigen", so Schentschischin. Sollte das Vorhaben realisiert werden können, wären alle großen Leitprojekte des Konzeptes umgesetzt.

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erstellt am 21.Jun.2013 | 09:56 Uhr

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