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Norddeutsche Neueste Nachrichten

08. Dezember 2016 | 21:11 Uhr

Attacken in und an der Bahn

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

31-Jähriger ohne Ticket verletzt Zugbegleiter / Unbekannte legen Steine auf die Gleise

Gleich zwei Attacken hat die Deutsche Bahn am vergangenen Wochenende erleben müssen.

Ein 31-jähriger Fahrgast ohne Fahrschein ist in der Nacht zum Sonntag handgreiflich geworden und hat einen Mitarbeiter der Deutschen Bahn an der Hand verletzt. Nachdem zwei Mitarbeiter den Mann aufforderten, einen Fahrschein an der nächsten Haltestelle zu kaufen oder die S-Bahn zu verlassen, wurde er aggressiv. Bei dem Versuch, den Fahrgast aus der S-Bahn zu geleiten, wehrte der sich so stark, dass er einem der Mitarbeiter an der Hand verletzte. Dabei deformierte er den Ringfinger so erheblich, dass der Mitarbeiter sofort ärztlich behandelt werden musste. Die Bundespolizei nahm den 31-Jährigen in Gewahrsam.

Ein zweiter Vorfall ereignete sich am Sonntagnachmittag auf der S-Bahn-Strecke Richtung Warnemünde auf dem Abschnitt zwischen Lütten Klein und Schmarl. Unbekannte hatten mehrere Schottersteine auf den Gleisen platziert. Das teilte die Bundespolizeiinspektion Rostock mit. Trotz eingeleiteter Schnellbremsung überfuhr eine S-Bahn die Schottersteine. Obwohl der Zug unbeschädigt blieb, wurde daraufhin der Streckenabschnitt 20 Minuten lang gesperrt, bis die Hindernisse aus dem Weg geräumt waren. Aufgrund der Sperrung kam es bei drei S-Bahnen zu Verspätungen von bis zu einer Stunde.

Aufgelegte Schottersteine können unter Umständen zum Entgleisen der Züge führen. Sie entwickeln beim Überfahren eine erhebliche Streuwirkung und werden zu gefährlichen Geschossen. Die Bundespolizei weist aus diesem Grund ausdrücklich auf die extremen Gefahren auch zum Aufenthalt an und auf Bahnanlagen hin. Die Polizei hat die Ermittlungen wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr aufgenommen. Die Polizei bittet zudem um Mithilfe. Wer Angaben zu verdächtigen Personen machen kann, die sich zwischen 15 und 16 Uhr in dem Bereich aufhielten, möge sich an die Polizei wenden.

Bundespolizeiinspektion unter Tel. 0381/208 31 11 oder unter 0800/688 80 00 oder jede andere Polizeidienststelle

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erstellt am 07.Nov.2016 | 13:41 Uhr

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