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Norddeutsche Neueste Nachrichten

04. Dezember 2016 | 09:14 Uhr

Norddeutsche Raumfarhttage : Astronaut Thomas Reiter landet in Rostock

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Die Raumfahrt wird nach Ansicht des deutschen Astronauten Thomas Reiter weiter eine hohe Bedeutung für die Gesellschaft haben. Dabei gehe es primär um die Erweiterung des Wissens für die Menschheit und die Fortentwicklung der Materialwissenschaften, sagte Reiter gestern bei der Eröffnung der Norddeutschen Raumfahrttage in Rostock.

Auch der politische Aspekt dürfe nicht außer Acht gelassen werden. „Es gibt kein vergleichbares Projekt wie die Internationale Raumstation ISS, bei der so viele Nationen an einem so komplexen Projekt erfolgreich zusammenarbeiten.“ An diesen Forschungen beteiligen sich weltweit 95 Nationen. Zudem übe die Raumfahrt für viele Menschen eine starke Faszination aus. Reiter berichtete von den Ergebnissen einer Studie, die den Aufwand, der für die Raumfahrt getrieben wird, mit dem Ertrag für die Gesellschaft verglich. Danach liege der Faktor bei der ISS bei 1,8 – für jeden Euro, der hineingesteckt werde, komme ein Ertrag von 1,8 Euro raus. Die investierten Gelder kämen so der Gesellschaft durch Steuereinnahmen wieder zugute. „Es sind gut investierte Gelder“, betonte Reiter, der zwei Mal für mehrere Monate im All war.

Ein gutes Beispiel für die durch die Raumfahrt erzielten Fortschritte sei die Entwicklung der Verbindung Titaniumaluminide, sagte Reiter. Diese Legierung werde inzwischen bei der Herstellung von Turbinenschaufeln verwendet. Diese seien nur noch halb so schwer wie konventionelle Turbinenschaufeln, die auf Nickel-Basis hergestellt werden. Damit könnten große Mengen Treibstoff eingespart werden.

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