zur Navigation springen

Norddeutsche Neueste Nachrichten

10. Dezember 2016 | 19:30 Uhr

Warnemünde : Architekt legt Konzept vor

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Enno Zeug präsentiert Pläne für den Alten Strom südlich der Bahnhofsbrücke. Charakter soll erhalten bleiben.

Das Antlitz vom Ostseebad Warnemünde wird sich in den folgenden Jahren maßgeblich verändern, um dem erhöhten Tourismus und den steigenden Einwohnerzahlen gewachsen zu sein. Trotzdem sollen der Charme des historischen Fischerortes und der Wohlfühlfaktor der Bewohner erhalten bleiben.

Zu den größten und sehr umstrittenen Bauvorhaben zählt das Areal Mittelmole. Bevor jedoch auf dem Nordende die Arbeiten beginnen können, muss das Südende des Alten Stroms strukturell entwickelt werden. „Somit wird die Belastung für den touristischen und sonstigen Alltag minimiert“, begründet Architekt Enno Zeug. Aus diesem Grund setzt er den Fokus auf die Entwicklung eines Konzeptes südlich der Bahnhofsbrücke bis zum Durchstich.


Hausboote, Segler und Brückenbetrieb


Seine Planungen sehen vor, den Park als Naherholungsgebiet westlich der Bahnschienen weitestgehend zu erhalten. „Am Ufer, wo sich jetzt noch eine unschöne Spundwand befindet, werden zweigeschossige Hausboote entstehen“, betont er. Über einen Panoramasteg gelangen die Bewohner auf direktem Weg zu einem Parkhaus. Platz für Anglerboote und Segler mit einem Tiefgang von bis zu 2,5 Metern seien im Alten Strom vorhanden. In Zeugs Pläne inbegriffen ist die Wiederaufnahme des Brückenbetriebs: „Ich sehe da keinen größeren Aufwand, wenn sie dreimal, beispielsweise um 9, 13 und 19 Uhr gedreht wird.“ An der bewohnten Seite könnten die Segler ihren Platz finden. Zudem plant er auch einige Veränderungen im historischen Kern. Den wenig genutzten Platz vor dem ehemaligen Haus des Sports möchte er umnutzen. Dort könnte ein Bootshaus entstehen. „Entscheidend ist, es soll maritim bleiben“, betont der Architekt.

Bei der Entwicklung des Konzeptes hat der Architekt eine Vielzahl an Kriterien berücksichtigt: „Das Südende der Mittelmole ist eine sehr wichtige Schnittstelle zwischen Werftfläche und Mittelmole.“ Belange der Kreuzschifffahrt, des Wassersports, die historischen Achsen sowie Erlebnis- und Freiräume, Verwaltung, Bildung und ruhenden Verkehr hat er aufgenommen. So könnte er sich beispielsweise vorstellen, dass zwischen Kreuzfahrtterminal und Altem Strom ein Bildungscampus entsteht. Auch eine Verlegung der Fährverbindung zieht er in Erwägung. „Dadurch würde der Liegeplatz 7 von 280 auf 340 Meter verlängert werden.“

Der Warnemünder Ortsbeirat und seine Ausschüsse haben sich bereits widerspruchslos für die Pläne ausgesprochen. Wichtig sei nun, dass endlich etwas passiere. „Die Fördergelder drohen zu versiegen, wenn es nicht vorangeht.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen