zur Navigation springen

Norddeutsche Neueste Nachrichten

07. Dezember 2016 | 19:22 Uhr

Rostock : Ärger über erhöhte Ticket-Preise

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Bus- und Bahnfahrten werden ab Februar 2017 teurer. Stadtpolitiker und Bürger kritisieren Anpassung nach oben

Bus- und Bahn-Passagiere müssen künftig tiefer in die Tasche greifen. Die Ticket-Preise werden ab Februar 2017 im Durchschnitt um 2,1 Prozent erhöht. Das bestätigt Andrea Doliwa, Geschäftsführerin des Verkehrsverbunds Warnow (VVW). „Unter anderem der Diesel und Zulieferer verursachen erhöhte Kosten, die wir nicht auffangen können“, sagt Doliwa. Zudem seien die Zuschüsse von Stadt und Land in den vergangenen Jahren gesunken, erklärt Catrin Dumrath von der Rostocker Straßenbahn AG (RSAG): „Die Anpassung ist ganz einfach notwendig.“ Die letzte Preiserhöhung liege zwei Jahre zurück.

Tickets innerhalb Rostocks, Strecken über drei Zonen und mehr sowie Tickets im Landkreis werden angepasst. „Kurzstrecken, Fahrrad- und Fährtickets bleiben gleich“, ergänzt Doliwa. Die Einzelfahrkarte in der Hansestadt erhöht sich von 2 auf 2,10 Euro, Tageskarten steigen von 4,90 auf 5,20 Euro und auf Wochenkarten entfallen statt 18 künftig 18,50 Euro. Senioren zahlen für das Mobil60-Ticket statt 42,50 Euro künftig einen Euro mehr und die normale Monatskarte kostet ab Februar 55 statt bisher 53 Euro.

Der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Uwe Flachsmeyer, ist davon nicht begeistert: „Es ist das falsche Signal. Stattdessen sollten Maßnahmen ergriffen werden, die das Bahnfahren attraktiver machen, damit sie mehr genutzt werden.“ Seiner Meinung nach sollten Preiserhöhungen durch Zuschüsse kompensiert werden. Das fordert auch Eva-Maria Kröger, Fraktionsvorsitzende der Linken. „Dass die Tickets günstig bleiben, ist uns eine Herzensangelegenheit. Wir stehen der Erhöhung grundsätzlich ablehnend gegenüber.“ Den schwarzen Peter möchte sie der RSAG aber nicht zuschieben. Sie habe nur bestimmte Stellschrauben, an denen sie drehen könne und unterliege wirtschaftlichen Zwängen. Ihrer Meinung nach sei es Aufgabe der Landespolitik, mehr Zuschüsse bereitzustellen. „Die stagnieren derzeit aber“, so Kröger.

Von der Stadt erhält die RSAG in diesem Jahr 11,5 Millionen Euro über die Rostocker Versorgungs- und Verkehrs-Holding GmbH. Zum überwiegenden Teil stammt das Geld aus den Gewinnen der Stadtwerke Rostock.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen